Eine Frage der Vernunft: Nein zu mehr Verkehrsopfern auf Autobahnen

11 September 2017

Sollen in Zukunft wieder mehr Menschen ihr Leben im Strassenverkehr verlieren? So logisch die Antwort auf diese Frage auch klingen mag – im Schweizer Parlament wird derzeit leider ernsthaft darüber diskutiert. Die Motion „Für gleich lange Spiesse“ fordert das Ende des Alkoholverbots an Autobahnraststätten. Nachdem der Nationalrat die Motion durchgewinkt hat, entscheidet nun der Ständerat darüber. „Die Annahme der Motion wäre ein fataler Entscheid“, warnt Philipp Hadorn, Nationalrat und Präsident des Blauen Kreuzes Schweiz. „Der Schutz von Menschenleben ist wichtiger als Wirtschaftsinteressen. Das Alkoholverbot an Autobahnraststätten rettet Leben.“

Die Motion «Für gleich lange Spiesse. Für Verkauf und Ausschank von Alkohol auch auf Autobahnraststätten» verlangt, das seit über 50 Jahren geltende Alkoholverbot an Schweizer Autobahnraststätten aufzuheben. Damit sollen angebliche Wettbewerbsnachteile von Autobahnraststätten gegenüber Tankstellenshops aufgehoben werden. „Dieser Vergleich ist Unsinn“, sagt Philipp Hadorn. „Autobahnraststätten befinden sich in einem völlig anderen Preissegment als Tankstellenshops und profitieren bereits von einem konzessionierten Markt“. Für ihn ist klar: das Alkoholverbot auf Autobahnraststätten rettet Leben. „Dieses Verbot wegen einem kleinen Gewinnausfall aufzuheben, ist mehr als fragwürdig. Zudem wiederspräche ein solches Ansinnen den Präventionsanstrengungen des Bundes zur Sicherheit im Strassenverkehr“, so Hadorn weiter.

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates hat der Motion mit 7 zu 4 Stimmen zugestimmt. Sollte nun auch der Ständerat folgen, hätte dies drastische Folgen: Schon jetzt ist jeder achte schwere Verkehrsunfall auf Alkohol zurückzuführen. Zudem ist bei einem Drittel aller Geisterfahrten auf Schweizer Autobahnen Alkohol im Spiel. Bei einer Annahme der Motion nimmt der Ständerat mutwillig in Kauf, dass die Zahl der alkoholbedingten Verkehrsopfer im Schweizer Strassenverkehr ansteigt.
Für das Blaue Kreuz ist klar: Beim Thema «Alkohol am Steuer» gibt es keinen Platz für Experimente zugunsten von wirtschaftlichen Interessen. Menschenleben sind das Einzige, was zählt. Die Ablehnung der Motion «Für gleich lange Spiesse» ist deswegen der einzig richtige Entscheid.

Für weitere Fragen steht Ihnen Philipp Hadorn gerne zur Verfügung:
+41 79 600 96 70, philipp.hadorn@blaueskreuz.ch



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