Anfrage

Urs asked 5 Monaten ago

Guten Tag
Ich habe einen Kollegen, Anfang 50, verheiratet, ein Kind, Polier, bei dem wir das Gefühl haben, dass er ein Alkoholproblem hat.
Wie äussert sich das:
– Wir gehen ca. einmal pro Monat unter der Woche mit ihm Mittagessen, dann trinkt er ca. 0.5l Wein. Unter ständigen Vorwänden warum er heute ausgerechnet Wein trinkt. Alle anderen trinken keinen Alkohol.
– Wenn ich ihn sehen habe ich das Gefühl, dass er eine «Fahne» hat
– Wir sind in einer Fasnachtsgesellschaft und singen Schnitzelbänke da wird von allen Alkohol konsumiert. Ich habe aber das Gefühl, dass er in Gesellschaft nicht mehr die gleiche Alkoholmenge verträgt. Dies äussert sich mit Unsicherheit, Aggressivität, lallen und Blackouts.
Kann oder soll ich ihn direkt auf sein «Problem» ansprechen? Oder wie soll ich vorgehen?
Freundliche Grüsse

1 Answers
Antje Mitarbeiter answered 5 Monaten ago

Hallo Urs
Schön, dass Sie sich hier gemeldet haben und uns Ihr Vertrauen entgegen bringen. Sie machen sich um Ihren Kollegen Gedanken und auch Sorgen und das ist, finde ich, durchaus berechtigt. Sie schreiben davon, dass Sie zusammen Mittag essen gehen. Ich gehe davon aus, dass Sie dort zu mehreren sind. In so einer Situation würde ich ihn jetzt z.B. nicht ansprechen. Vielleicht könnten Sie eine Gelegenheit „schaffen“, bei der Sie einmal alleine mit ihm zusammen sind? Es scheint mir, dass er Ihnen auf dem Herzen liegt und es Ihnen auch nicht egal ist, was mit ihm los ist. Sie sehen, dass er eine Familie, ein Kind hat. Auf Grundlage dieser freundschaftlichen Haltung würde ich das Gespräch mit ihm suchen. Dabei ist es hilfreich, von sich zu sprechen. Z.B. „Mir ist aufgefallen, dass…“, „ich mache mir ein wenig Gedanken und Sorgen um Dich…“, „wie siehst Du das…“. Sie können ihm also gut sagen was Sie beobachten. Auch offene Fragen an ihn sind gut. So entsteht ein Dialog, in dem Sie beide Ihre Sichtweisen einbringen können und er fühlt sich nicht angegriffen. Dadurch, dass Sie ihn auf das Thema ansprechen, nimmt er wahr, dass es im Umfeld durchaus registriert wird, wieviel er trinkt und dass dies nicht nur seine eigene Angelegenheit ist. Sicherlich braucht es etwas Mut von Ihnen, so offen zu sein. Aber es kann eine Riesen Chance für Ihren Kollegen sein, sein Verhalten zu überdenken und etwas zu verändern. Letztendlich hat er die Verantwortung für sich und sein Tun und Sie dürfen es wieder loslassen. Alles Gute und einen herzlichen Gruss,
Antje

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