Bruder macht entzug Zuhause

Raphi fragte vor 2 Wochen
2 Antworten
raphi antwortete vor 2 Wochen

Mein Bruder ist Alkohol, und Tabletten Süchtig
jetzt macht er einen entzug Zuhause alleine in seinem Zimmer..will keine Hilfe…sationär er geht einfach ein mal in der Woche zum psychiater…
 
zum Hintergrund ist zu sagen:
er trinkt schon seit jahren..und jetzt nach dem tot unseres Vaters ist alles zusammengestürzt und er hat es wider übertrieben..er wohng mit meiner Mutter zusammen , die selber psychisch am leiden ist durch den tot ihres Mannes.
was sagt ihr dazu? 

Mike (Berater) Mitarbeiter antwortete vor 2 Wochen

Hallo Raphi
vielen Dank für deine Anfrage. Wenn ich das von deinem Bruder lese, so kommen mir zwei (widersprüchliche) Gedanken in den Sinn. Dein Bruder scheint gemerkt zu haben, dass er mit seinem Konsum seine Probleme nicht lösen kann, sondern sich nur in eine Scheinwelt flüchtet. Aus dieser Sicht finde ich es sehr gut, dass er von den Tabletten und vom Alkohol loskommen will und kann es nur unterstützen, dass er einen Entzug macht.

 
Was mir aber andererseits Sorgen macht, ist die Art, wie er den Entzug macht. Aus meiner Sicht ist es immer wichtig und nötig ärztliche Begleitung bei einem Entzug zu haben – das kann auch gut der Hausarzt sein.

Nicht nur der Konsum der Substanzen ist Stress für den Körper, sondern auch der Entzug. Niemand kann genau sagen, wie er darauf reagieren wird, wenn er keinen Alkohl mehr bekommt und genau aus diesem Grund ist eine ärztliche Begleitung so wichtig. Es geht nicht darum die einen Medikamente durch andere Medikamente zu ersetzen, sondern darum seinen Allgemeinzustand zu beobachten. Einmal in der Woche zum Psychiater ist aus meiner Sicht nicht genug! Zudem ist mit einer Abhängigkeit oftmals auch ein schlechter körperlicher Allgemeinzustand verbunden, da nur noch das/die Suchtmittel im Zentrum stehen und z.B. die Ernährung vernachlässigt wird. Solange er konsumiert merkt er das oftmals gar nicht, aber bei einem Entzug kommt das dann erschwerdend dazu, was wiederum für eine medizinische Begleitung spricht.

Wie gesagt, dass er einen Entzug machen will finde ich toll, aber wie er ihn geplant hat bzw. durchführt ist sehr riskant. Idealwerweise macht man einen Entzug stationär, damit die medizinische Betreuung gesichert ist, Es gibt auch andere Varianten, aber auch da gehört die tägliche medizinische (Kurz)Betreuung dazu. Vielleicht kannst du ihn ja motivieren sich bei seinem Vorhaben durch seinen Hausarzt begleiten zu lassen.

Liebe Grüsse und viel Erfolg
Mike

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