Ein Arbeitskollege hat ein Alkoholproblem

Alcorisk – Das Online-ForumKategorie: Alkohol und ArbeitEin Arbeitskollege hat ein Alkoholproblem
Büro2018 • vor 5 Monaten

Eine Arbeitskollegin hat wohl ein Alkoholproblem. Häufig riecht man es morgens im Büro, problematischer ist aber, dass sie immer wieder unentschuldigt später bis sehr spät zur Arbeit erscheint, was sich auf die Dauer sehr negativ auf den Zusammenhalt unter den Kollegen auswirkt. Gleitzeit ist zwar erlaubt, genügende Telefonabdeckung aber erforderlich. Auf die betreffende Kollegin ist also kein Verlass. alle wissen oder vermuten, dass ein Alloholproblem besteht, aber keiner spricht es an, aus Sorge etwas falsch zu machen. Wie wäre der richtige Umgang in dieser Situation? Ich wäre sehr dankbar für fachlichen Rat

1 Antworten
Mike Berater/in antwortete vor 5 Monaten

Hallo Büro 2018
 
vielen dank für deinen Beitrag. Ich empfehle grundsätzlich, die Arbeitskollegin auf ihr Verhalten und auf eure Beobachtungen (Absenzen, Fahne,…) anzusprechen. Es geht dabei nicht darum ihr eine Alkoholabhängigkeit „nachzuweisen“, sondern ihr zu zeigen, welche Konsequenzen ihr Verhalten auf das ganze Team hat. Denn unabhängig von der (vermuteten) Ursache funktioniert ein Team nur, wenn man sich auf alle verlassen kann. Das Ziel dabei ist natürlich, dass sie ihr Verhalten verändert, ihren Alkoholkonsum reduziert und wieder eine zuverlässige Kollegin wird. Das wird wohl nicht ohne Druck von aussen passieren und genau da könnt ihr als KollegInnen ihr helfen.
Wenn ihr sie nicht drauf ansprecht, so billigt und unterstützt ihr letztendlich ihr Verhalten, denn aus ihrer Sicht ist dann ja „alles in Ordnung“  – sonst würde ja jemand was sagen.
Was ich schwer beurteilen kann – da ich die Haltung eurer Firma nicht kenne – ist inwieweit es angezeigt ist, den „Chef“ (je nach Stufe) zu informieren. Unterstützt eure Firma Menschen in schwierigen persönlichen Situationen oder droht sofort die Kündigung? Wenn eure Firma nicht sofort mit der Kündigung droht, dann ist es ratsam auch die Leitung zu informieren und auch so „Druck zur Veränderung“ aufzubauen. Ziel dabei ist immer der Betroffenen zu helfen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. 
Ich hoffe, dass beantwortet ein wenig deine Fragen. Du kannst dich auch gerne (anonym) an eine Beratungsstelle in deiner Nähe wenden und dort noch passgenauere Infos bekommen.
 
Liebe Grüsse
Mike
 

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