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Alcorisk – Das Online-ForumKategorie: Kontrolliertes Trinkeneine-bekannte-moechte-nicht-mehr-taeglich-alkohol-trinken
nd • vor 11 Monaten

Meine Bekannte trinkt abends 5-6 mal täglich 0,3 bis 0,6 L Wein. Sie weiss nicht warum, ist danach jeweils müde und nicht mehr so ganz bei der Sache. Sie möchte dies gerne in den Griff kriegen. Wie ist das weitere Vorgehen ? Gruss nd

3 Antworten
Mike Berater/in antwortete vor 11 Monaten

Hallo nd
vielen Dank für deinen Post. Schön, dass deine Bekannte ihren Konsum verändern will. Ich denke ein erster Schritt kann sein zu überlegen, welche Funktion der Alkohol in ihrem Leben hat. Welche Erwartung hat sie an den Alkohol, wenn sie praktisch jeden Tag Alkohol konsumiert?

Erhofft sie sich Entspannung oder ist ihr langweilig? Will sie so mit Stress umgehen oder sich belohnen? Wenn sie eine Ahnung hat, welche Funktion der Alkohol hat, dann kann sie überlegen, wie sie dieses Ziel auch anders erreichen kann.
Wenn sie Alkohol also zum Beispiel als „Belohnung“ einsetzt, so kann sie überlegen, was sie sich sonst noch Gutes tun könnte, wie sie sich anders belohnen könnte.
Dass sie sich müde und „nicht bei der Sache“ fühlt ist einfach die Wirkung des Alkohols, macht es aber natürlich schwierig den Abend dann noch sinnvoll zu gestalten. Da hilft vielleicht auch den Abend bewusst zu planen und dann zu entscheiden, ob Alkohol – und damit auch seine Wirkung – hierzu passt oder nicht. Also, zuerst planen und dann evtl. konsumieren und nicht umgekehrt.

Liebe Grüsse
Mike

Jeannette antwortete vor 6 Monaten

Bin sehr ambivalent möchte nicht mehr trinken schaffe es aber nicht. Klinik kommt nicht in Frage will es alleine schaffen wie kann ich es hinkriegen das ich nicht immer wieder dem Alkohol verfalle? 

Kathrin Berater/in antwortete vor 6 Monaten

Liebe Jeannette
Danke für Ihre Anfrage. Die Ambivalenz gehört bei einem problematischen Alkoholkonsum, aus dem sich eine Sucht entwickelt (oder schon entwickelt hat) dazu: eigentlich spüren Sie, dass Ihnen das Trinken nicht mehr gut tut, auf der anderen Seite ist da immer noch ein gewisser „Gewinn“, der das Trinken verlockend macht und dazu führt, dass Sie es bis jetzt nicht geschafft haben. Sie wollen einen Klinikaufenthalt vermeiden? Das kann ich sehr gut verstehen. Vielleicht können Ihnen folgende Selbsthilfetools als Unterstützung dienen: http://www.drink-less-schweiz.ch/ und https://www.kontrolliertes-trinken.de/ dort finden Sie Selbsttests, Informationen und ein Programm zur Reduktion des Alkoholkonsums.
Falls Sie sich vorstellen können, einmal mit einer Fachperson ganz unverbindlich, vertraulich und ambulant über Ihren Alkoholkonsum zu sprechen dürfen Sie sich an eine unserer Beratungsstellen wenden (Adressen auf dieser Website), falls es in Ihrem Kanton keine Fachstelle des Blauen Kreuzes gibt, finden Sie weitere Beratungsstellen auf dem Suchtindex von Infodrog.
Ich hoffe, diese Infos sind für Sie hilfreich. Sonst dürfen Sie sich gerne noch einmal melden.
Alles Gute!

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