Ich habe ein Problem, wie komm ich da raus?

Alcorisk – Das Online-ForumKategorie: Fragen von BetroffenenIch habe ein Problem, wie komm ich da raus?
Barbara asked 5 Monaten ago

Hallo, ich bin Mutter von drei Kindern. Ich trinke seit etwa 4 Jahren fast täglich am Abend und i.d.R. dann auch zu viel. Ich weiß auch nicht genau wie sich der Alkohol so hartnäckig in mein Leben schleichen konnte. Ich sehe es sehr problematisch, auf Feiern z.B. kenne ich keinerlei Stop- weder vom Alkoholkonsum noch vom Benehmen her, zur Arbeit mit deutlichem Restalkohol, etc. Silvester war sehr prägend, ich habe mich schlimm und unfair gestritten mit meinem Partner. Daraufhin habe ich für mich beschlossen gar nicht mehr zu Trinken. Ich habe es tatsächlich eine ganze Zeit geschafft, dann ärgerts mich weil mein Partner zum Fußball gucken eine Kiste Bier mitbringt, ich kann nicht nein sagen wenn der Alkohol hier steht. Ich ärger mich so über mich selbst und hänge nun schon seit ca. einer Woche wieder drin. Eigentlich will ich dass mein Partner hier keinen Alkohol anschleppt, habe das Gefühl er nimmt mich nicht ernst. Ich kann ihm sein Fußballbier nicht verbieten, wie soll ich damit aber momentan umgehen? Einige Feiern in den kommenden Wochen habe ich schon abgesagt weil ich allgemein auf wenig Verständnis treffe, Alkohol gehört überall irgendwie zum guten Ton? Ich kann ja nun nicht mein Umfeld tauschen, wie soll ichs aber schaffen gänzlich aufzuhören (denn ich kenne wirklich keinen Halt, ein bisschen trinken endet immer in viel zu viel) Wie schaffen andere das? Vor allem möchte ich kein schlechtes Vorbild für meine Kinder sein. Nicht dass sie davon Schaden nehmen, denn ich denke nicht dass es besser wird wenn ich nicht drastisch aufhöre. Nur wie?

1 Answers
Antje Mitarbeiter answered 5 Monaten ago

Hallo Barbara Ich finde es wirklich super, dass Sie sich hier gemeldet haben und den Mut hatten, sich einzugestehen, dass Sie Unterstützung brauchen. Auch, dass Sie es nach Silvester geschafft haben eine Zeit lang nicht zu trinken ist toll. Nun geht es darum, langfristig eine Lösung zu finden. Ich finde es sehr schön, dass Sie dabei auch an ihre Kinder denken. Dies denke ich, könnte eine sehr wichtige Motivation für Sie sein. Überlegen Sie sich zusätzlich weitere Argumente, warum es besser für Sie sein könnte, nicht mehr zu trinken, welche weiteren Vorteile es hätte. Dass Sie sich \“riskanten\“ typischen Trinksituationen nicht mehr aussetzen möchten, ist eine weitere gute Strategie. Es wäre jedoch hilfreich, wenn Sie für sich Alternativen finden könnten, wo Sie stattdessen hingehen könnten, ohne, dass damit Alkohol verbunden ist. Gibt oder gab es z.B. Interessen, denen Sie wieder vermehrt nachgehen könnten? Vielleicht etwas, was Sie früher gern gemacht, aber dies in letzter Zeit vernachlässigt haben? Ich empfehle Ihnen auch, sich in Ihrer Nähe eine Möglichkeit zu suchen, wo Sie sich beraten und begleiten lassen können, z.B. an einer Beratungsstelle vom Blauen Kreuz oder einer anderen Suchtfachstelle. In Gesprächen mit einer Fachperson könnten Sie die Hintergründe Ihres Konsums und Zusammenhänge mit anderen Lebensthemen heraus finden. Das kann sehr spannend und hilfreich sein, wenn Sie etwas ändern möchten. Ausserdem wäre eine Selbsthilfegruppe eine zusätzliche Unterstützung. Dort könnten Sie Leute treffen, die das gleiche erleben oder erlebt haben wie Sie und sich mit ihnen austauschen. Das gäbe Ihnen das Gefühl, nicht allein zu sein. Ich wünsche Ihnen Mut nun für den nächsten Schritt. Bleiben Sie dran an Ihrem Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören und holen Sie sich dafür Hilfe. Das ist Ihr gutes Recht. Sind Sie sich das wert! Dafür alles, alles Gute und gerne dürfen Sie sich auch hier wieder melden. Liebe Grüsse, Antje

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