In welcher Phase ist mein Mann

Anonym fragte vor 2 Jahren

Guten Tag

Ich war früher schon einmal in der Beratung beim Blauen Kreuz wegen meines Mannes.
Ich wusste nicht mehr was ich tun soll.
Nun möchte ich gerne wissen, in welcher Phase mein Mann ist.
Vor 2 Jahren hat er nach dem er total voll war am nächsten Tag keinen Alk getrunken.
Seit über einem Jahr ist das anders. Auch wenn wir bei meinen Eltern sind, wo er früher nicht so viel getrunken hat, trinkt er locker eine Flasche Wein alleine.
Jeden Tag trinkt er zwischen 6 Bier oder einer Flasche Wein und noch 1-2 Bier dazu. Wenn er wirklich voll ist und nicht mehr gehen kann, trank er früher am nächsten Tag nichts mehr. Dies ist jetzt anders. Er trinkt am nächsten Tag wieder Alk und zwar eine kleine Flasche Wein, 2.5 dl und am Abend noch eine ganze Flasche Wein.
Gestern auch am Mittag einen kleinen Wein und wenn wir Besuch haben, 5 Bier. Dann kann er reden sonst nicht.
Er kann gar nicht mehr ohne. Es ist sehr schwierig weil es wirklich tag täglich ist.
Was raten Sie mir, wie kann ich damit umgehen ohne immer wieder zu streiten. Wir haben einen Sohn 5-jährig. Es ist nicht so einfach, einfach zu gehen, weil er das Geld verdient und ich auf Teilzeit Job suche bin. Endlich wieder mehr Ablenkung habe.
In welcher Phase ist er? Er wird einfach sehr bald nervös wenn er länger nicht trinkt oder Joint raucht. Vor allem wenn wir irgendwo hin gehen, braucht er Alk. egal wieviel er letzte Nacht getrunken hat.
Zittern tut er nicht so sehr aber er ist, resp. seine Haltung ist dann wie zerstreut wird sehr schnell nervös.

Besten Dank schon jetzt für Ihre Antwort.

Doris

Antjeantwortete vor 2 Jahren

Hallo Doris
Gut, dass Du Dich hier gemeldet hast und Dir Hilfe holst. Anscheinend hat sich die Situation nochmals „verschärft“, seit Du Dir das letzte mal Unterstützung beim Blauen Kreuz geholt hast. Für mich klingt das so, als wenn Dein Mann in einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit angekommen ist. Es handelt sich nicht mehr um missbräuchlichen Konsum, also Trinken um eine bestimmte Wirkung zu erhalten, sondern um Alkoholkonsum, weil er tatsächlich den „Stoff“ Alkohol braucht. Er ist abhängig. Mit dieser Tatsache würde ich ihn klar konfrontieren, ohne ihm daraus einen Vorwurf zu machen! Er braucht Hilfe. Du kannst ihn damit unterstützen, indem Du dies als Krankheit deklarierst und ihm z.B. anbietest, mit ihm gemeinsam zu einem Arzt oder zu einer Beratungsstelle zu gehen. Ich würde Dir ausserdem dringend raten, wieder den Kontakt zu der Beratungsstelle vom Blauen Kreuz aufzunehmen, wo Du schon einmal warst, um Dir Unterstützung zu holen, unabhängig davon, ob Dein Mann mit kommt oder nicht. Du brauchst die Situation nicht alleine zu tragen oder auszuhalten, sondern kannst etwas für Dich tun. Ich wünsche Dir von ganzen Herzen Kraft und Mut und Du kannst Dich auch sehr gerne hier wieder melden.

Liebe Antjeantwortete vor 2 Jahren

Vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort.
Ich dachte mir schon, dass er jetzt an dem Punkt ist, dass er den Alkohol einfach braucht.
Auch merkte ich, wenn wir irgendwohin gehen, muss er auch schnell Alkohol trinken, das er lockerer drauf ist.
Denn sonst spricht er nicht so viel oder gross, erst wenn er getrunken hat.
Habe es ihm auch schon des Öfteren darauf angesprochen, auf seine Gesundheit ect. Aber er geht nicht einfach so mit mir zu euch oder einer Beratungsstelle. Ich denke, für das braucht es noch mehr. Sobald ich ihn auch damit konfrontiere mit dem vielen Trinken, quasi jetzt reicht es doch aber im normalen Ton, dann lasse ich es wieder sein, darauf trinkt er dann meistens noch mehr.
Wie du mir schreibst muss es endlich in meinen Kopf gehen, dass er Krank ist also Alkohol Abhängig und nicht ohne das sein kann. Gestern gab es wieder mal einen Tag, wo er nichts getrunken hat, weil er am Mo an der Fasnacht war bis gestern morgens um 6 Uhr und genug getrunken hat, das es wahrscheinlich gereicht hat.
Er trinkt vor allem nach der Arbeit oder sonst sobald wir Essen.
Schaue, dass ich wieder mal nach Weinfelden gehen kann.

Gruess
Doris

Antjeantwortete vor 2 Jahren

Liebe Doris
Ich freue mich, dass Du zurück geschrieben hast.
Ich glaube, dass es im Moment primär für DICH wichtig ist, Dir Hilfe zu holen. Neben der Unterstützung darin, wie Du mit der Situation umgehen sollst, geht es auch darum, dass Du Dich wieder mehr auf Dich konzentrieren kannst, auf Dein Leben, auf das, was Dir Freude macht, auf Deine Bedürfnisse und Wünsche. Daher finde ich die Idee, Dich wieder in Weinfelden zu melden, sehr gut. Warte nicht zu lange damit!
Langfristig ist es natürlich dann schon auch ein Ziel, Deinen Mann dazu zu motivieren, etwas zu verändern. In der Beratung könnte erarbeitet werden, wie Du ihn dazu motivieren kannst.
Alles, alles Gute für Dich!
Melde Dich auch gerne wieder hier,
Antje

Liebe Antjeantwortete vor 2 Jahren

Vielen lieben Dank für deine liebe Antwort.
Das werde ich machen.

Gruss

Doris

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