keine kraft mehr- bin am ende

fanny asked 3 Monaten ago
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vogel answered 3 Monaten ago

Ich habe mit meinen Sohn schon viel mitgemacht, er hatte jetzt einen Freundin die sich aber trennte , die wohnen nur noch als wg zusammen. Mein Sohn bekam vor 6 Wochen seinen schein erst wieder. Er wurde ihm ein jahr genommen weil er mit Alkohol gefahren ist. Insgesamt schon 2 mal bisher, das erste war nicht so schlimm da waren es nur 4 Wochen. Er hat mir beteuert, versprochen und weis nicht alles, das er nie den schein mehr hergibt und nie mehr trinkt wenn er fährt. Es sind jetzt 6 Wochen vergangen und er fährt wieder mit Alkohol. Ich bin so enttäuscht ich kann es nicht in worte fassen. Sein Chef hat ihm noch die letzte Chance gegeben und ihn wieder genommen nach dem er jetzt den schein wieder hatte. Wie kann ein Mensch sich ins Unglück stürzen? Was denkt er sich dabei , er verliert arbeit alles.
Mein Problem ist, was kann ich tun oder soll ich tun. Er fragt mich immer um Geld, sein eigenes verhaut er auf einen tag.Ich habe täglich Todesangst das wieder ein anruf kommt es ist was passiert, schein weg oder noch schlimmer. Wie soll ich mich verhalten. Wenn ich sage, jetzt ist schluss ich will erst wieder kontakt mit dir wenn du dir hilfe gesucht hast, dann beschimpft er mich als arschloch usw, ich kann sein leben nicht bestimmen usw. Ich bin psychisch am ende, es geht ja alles schon jahre. Kann mir jemand helfen ich bin verzweifelt?..danke

Antje (Beraterin) answered 3 Monaten ago

Erst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass Sie eine Woche auf die Antwort warten mussten, das tut mir sehr leid. Sie machen sich grosse Sorgen um Ihren Sohn, haben Angst um ihn und sind verzweifelt. Bis jetzt scheint er, trotz allen negativen Konsequenzen, die er schon zu spüren bekommen hat (Führerschein weg, Beziehung zu Ende, Arbeit steht auf dem Spiel) keine Einsicht in sein Problem zu haben. Der Leidensdruck liegt viel mehr bei Ihnen als bei ihm. Für sie ist es schwierig auszuhalten, dass Sie eigentlich machtlos sind und nichts tun können. Etwas verändern kann nur Ihr Sohn selbst. Er ist jedoch im Moment noch nicht bereit zu akzeptieren, dass er ein Alkoholproblem hat. Sie sind weder Schuld daran (auch wenn er Sie beschimpft), noch können Sie ihn kontrollieren oder über ihn «bestimmen» (so wie er es Ihnen vorwirft!). Aber: Sie müssen sich auch nicht von ihm und dem Alkohol in seinem Leben bestimmen lassen!!! Helfen beginnt in diesem Zusammenhang damit, dass Sie sich bewusst machen, wie stark die Situation, d.h. der Alkoholkonsum Ihres Sohnes und die damit verbundenen Folgen, Ihr eigenes Denken und Verhalten und Ihr Wohlbefinden bereits beeinflusst. Überlassen Sie ihrem Sohn die Verantwortung für sein Verhalten und wenden Sie sich selbst wieder mehr Aufmerksamkeit zu. Tragen Sie für sich selbst Sorge. Entlasten Sie sich, indem Sie mit jemandem über die Situation sprechen, holen Sie sich z.B. Unterstützung in einer Beratungsstelle oder in einer Selbsthilfegruppe (z.B. beim Blauen Kreuz in Ihrer Region oder bei einer anderen Fachstelle). Vielleicht können Sie sich auch einem Menschen aus Ihrem Umfeld gegenüber öffnen. Vielleicht kennen Sie jemanden, der Ihnen zuhören, Sie begleiten und unterstützen kann. Es tut auch gut, gemeinsam Dinge zu unternehmen, die Ihnen gut tun und die Ihnen Energie geben können. Bleiben Sie nicht alleine mit Ihrem Problem, sondern holen Sie sich Hilfe und Unterstützung. Gerne dürfen Sie sich auch hier wieder melden. Alles, alles Gute.


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