Komme mit mir selbst nicht zurecht

powerless fragte vor 2 Monaten

Ich bin Alkoholiker und komme einfach nicht mehr mit meinem Leben zurecht. Es ist eine Situation die sich über Jahre schleichend aufgebaut hat. Ich verkehre regelmässig in irgendwelchen Kneipen und konsumiere übermässig Alkohol. Das ganze führte über die Jahre zu einer ausweglosen Situation mit hohen Schulden, Depressionen, Ohnmächtigkeit gegenüber alltäglichen Dingen wie Korrespondenz erledigen (oder überhaupt etwas zu unternehmen). Schlcht gesagt, ich kann einfach nicht mehr. Nach einem Suizid-Versuch im Jahre 2007 stellte man zudem fest, dass ich an einer bipolaren  Störung  leide. Derzeit ist die Situation derart verfahren, dass ich wohl auch die Wohnung verlieren werde, da ich die Miete nicht begleichen kann. 
Ich muss und will etwas ändern. Jedoch fehlt mir wie gesagt erstens der Antrieb und ich weis auch nicht wie ich  weiter vorgehen soll, respektive wo anfangen. Ich habe mir auch schon  die Frage gestellt, ob ich einen Beistand (oder ähnlich) bestellen soll. Muss ich das bei der KESB machen oder wie gehe ich  vor.
Wie gesagt ist mir bereits dieser Aufruf sehr schwer gefallen und ich bin sehr dankbar für alle Vorschläge/Antworten.

1 Antworten
Kathrin Mitarbeiter antwortete vor 2 Monaten

Guten Tag
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Gut, dass Sie den Mut gefunden haben, sich hier zu melden, obwohl es Ihnen alles andere als einfach gefallen ist, wie Sie schreiben.

Sie fragen sich, wo Sie anfangen sollen, und wo Sie wohl am ehesten Hilfe bekommen, z.B. in Form einer Beistandschaft. Wenn die Initiative von Ihnen kommt, handelt es sich um eine sogenannte freiwillige Beistandschaft. In der Regel können Sie auf dem Sozialdienst Ihrer Wohngemeinde vorsprechen und diese freiwillige Beistandschaft beantragen. Je nach Gemeinde kann es leider passieren, dass man von der zuständigen Stelle „abgewimmelt“ wird, weil die Mitarbeitenden keine Kapazitäten für freiwillige Sozialberatung oder Beistandschaft haben. Probieren lohnt sich aber trotzdem!
Wo Sie auf jeden Fall ein offenes Ohr finden für Ihre Probleme, ist auf einer Suchtberatungsstelle, entweder vom Blauen Kreuz (weitere Angaben auf dieser Website) oder einer anderen regionalen Fachstelle (http://www.suchtindex.ch). Sie können dort mit einer Fachperson in einem unverbindlichen Erstgespräch Ihre Situation anschauen und mit ihr zusammen einen Hilfeplan erstellen, wenn Sie das möchten. Suchtberatungsstellen arbeiten ganzheitlich und gehen auch auf die Probleme ein, die infolge der Suchterkrankung entstanden sind.
Ich hoffe, diese Hinweise helfen Ihnen weiter. Sonst dürfen Sie sich gerne nochmals bei uns melden. Alles Gute und viel Mut für einen nächsten Schritt!

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