Mein alkoholabhängiger Vater

Anonym • vor 3 Jahren

Hallo
Mein Vater ist alkoholabhängig. Wenn er aber nicht betrunken ist, ist er der bester Vater! Aber wenn er trinkt, trinkt er bis er sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Er wird sehr aggressiv, ist nichts mehr und ist nur noch am schimpfen und Probleme machen. Das macht er jeden Abend oder wenn er frei hat.

Ich suche in Zürich oder in der Nähe einen Entzugsklinik, bei der mein Vater sich anonym melden kann und dort für ca. 3 Wochen bleiben kann. Gibt es in Zürich oder in der Nähe ein solchen Klinik?

Da Alkoholabhängigkeit eine Krankheit ist, wird das von der Krankenkasse bezahlt?

Was muss ich als erstes tun? Ich brauche dringend Hilfe, damit ich mein Vater aus dieser Abhängigkeit retten kann.

Danke.

Antje antwortete vor 3 Jahren

Hallo
Du machst Dir sehr viele Gedanken und Sorgen um Deinen Vater. Das kann ich sehr gut verstehen, weil er unter Alkoholeinfluss zu einem anderen Menschen und vielleicht sogar bedrohlich für Dich wird.

Um auf Deine konkreten Fragen einzugehen, kann ich Dir folgende Empfehlung geben. Es gibt in Zürich ein Ambulatorium von der Forelklinik, bei dem sich Dein Vater melden kann. Es findet dort erst einmal ein sogenanntes Abklärungsgespräch statt, das heisst, dass man gemeinsam mit ihm schaut, was der beste Weg für ihn sein könnte, um sein Alkoholproblem anzugehen. Dazu muss er aber selbst bereit sein. Es gäbe dann z.B. die Möglichkeit einen Entzug in der Forelklinik in Ellikon / Thur zu machen. Die Behandlung wird von der Krankenkasse bezahlt. Dein Vater kann sich dort zwar nicht anonym melden, aber seine Angaben stehen unter Datenschutz. Die beteiligten Fachpersonen stehen unter absoluter Schweigepflicht!

Ich sehe es ausserdem als sehr sinnvoll und wichtig an, dass Du selbst auch Hilfe bekommst. Wie kannst Du mit der Situation (mit Deinem Vater) umgehen, wie und wo kannst Du entlastet werden, wie kannst Du Dein Verantwortungsgefühl für ihn wieder Deinem Vater zurück geben, wie kannst du lernen loszulassen und Dich auf Dein Leben zu konzentrieren…Das alles sind Fragen, die Du mit Unterstützung von Fachleuten vielleicht leichter lösen kannst. Ich möchte Dich dazu ermutigen, Dir selbst Hilfe in einer Beratungsstelle zu holen, z.B. beim Blauen Kreuz in Zürich.

Alles Gute,

Antje

Jas antwortete vor 3 Jahren

@Antje

Ich danke Ihnen viel mal fürs Antworten!

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