mein mann ist alkoholiker

Kristin asked 7 Monaten ago

hallo ich bin seit 15 jahren mit meinen mann zusammen geheiratet haben wir erst vor 6 jahren.er hat eigentlich schon immer viel Bier getrunken. aber ich habe es anfangs immer angesprochen es gab streit deswegen man zählt die flaschen.. aber irgendwann hört man auf man will es nicht war haben als Partnerin … aber es war jetzt so schlimm er war agressiv nur noch rum geschriehen mich und auch die kinder. jetzt hab ich zu ihm gesagt das es nicht mehr geht er hat es eingesehen das er Alkoholiker ist macht sucht Therapie hat jetzt 1 Sitzung gehabt 1x wöchentlich und will es allein zuhause schafen den entzug. er hat jetzt seit montag nichts mehr getrunken also 3 tage vorher täglich 9 flaschen Wochenende täglich 15. ich bin überfordert wie man sich verhält soll man sich trennen bei ihm bleiben ??? er will es auch öffentlich sagen freunden usw. das er Alkoholiker ist und will nie mehr trinken . aber kann man das glauben schafft das ein mensch der 15 jahre getrunken hat?

1 Answers
Antje Mitarbeiter answered 6 Monaten ago

Hallo Kristin
Schön, dass Sie sich hier gemeldet haben. Ich kann sehr gut verstehen, dass die Situation Sie verunsichert. Erst einmal ist es natürlich toll, dass Ihr Mann eingesehen hat, dass er etwas tun muss und nichts mehr trinken möchte. Auch dass er sich Hilfe holt in den Therapiesitzungen ist gut. Zu einer Alkoholabhängigkeit gehören leider manchmal auch Rückfälle dazu, selbst wenn sich die Betroffenen vorgenommen haben, nie mehr etwas zu trinken. Dabei sollte man aber unterscheiden zwischen „Ausrutschern“, also einmaligen Trinkereignissen, nach denen die betroffene Person wieder zur Abstinenz zurückkehrt und Rückfällen in die alten gewohnten Trinkmuster. Auch die Ausrutscher sollte man natürlich nicht verharmlosen, denn auch sie bergen das Risiko, wieder einen schweren Rückfall zu erleiden. Rückfälle werden von den Betroffenen und von den Angehörigen oft als Versagen und als Niederlage erlebt, begleitet von Scham- und Schuldgefühlen. Das wiederum erhöht das Risiko, weiter zu trinken, um diese Gefühle nicht spüren zu müssen. Wesentlich ist, wie mit einem Rückfall umgegangen wird. Es gilt herauszufinden, warum der Rückfall passiert ist. Ein Rückfall kann einem zeigen, woran es noch hapert! Die Zeit nach dem Entzug ist besonders schwierig, weil der Alkohol ja vorher lange Zeit eine wichtige Rolle gespielt hat. Oft sind Menschen bei / nach einem Entzug auch eher empfindlich und wenig ausgeglichen. Der Kopf braucht Zeit, um sein Gleichgewicht wieder herzustellen. Für Ihren Mann ist es sicherlich hilfreich weiterhin in die Therapie zu gehen. Und auch Ihnen würde ich empfehlen, dass Sie sich in dieser Zeit bei einer Beratungsstelle als Angehörige unterstützen und begleiten lassen. Käme es bei Ihrem Mann zu einem Rückfall sollten Sie ihn darauf ansprechen, ohne ihn jedoch zu beschimpfen. Das ist nicht so leicht. Sie könnten ihn dann fragen, wie er die Situation einschätzt und angehen will und Sie könnten Vorschläge machen. Die Verantwortung liegt jedoch bei ihm. Gefühle von Wut und Enttäuschung wären bei Ihnen verständlich. Es wäre dann wichtig, dass Sie für sich selbst und Ihr Wohlbefinden sorgen. Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort erst einmal weiter geholfen hat, sonst dürfen Sie sich sehr gerne wieder melden. Alles Gute, Antje


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