Meine chronisch alkoholranke Mutter manipuliert meinen Vater mit Suizidandrohung

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Andrea asked 1 Monat ago

Guten Abend,
dass sich für meine Mama, und somit für unsere Familie, alles zum Guten wendet, kann ich leider scchon lange nicht mehr glauben.
Vor mittlerweile fas fünf Jahren, als ich begann in dem Betrieb meiner Eltern zu arbeiten und das erste Mal richtig mitbekommen habe, wie  alkoholkrank meine Mutter ist, war ich noch voller Zuversicht, dass wir das gemeinsam schaffen werden. Davon war ich fest überzeugt.
Davon ist heute nichts mehr übrig.
Unzählige Entgiftungen, Krankenhausaufenthalte und Therapien später sehe ich keine Hoffnung mehr. Sie zerstört sich, und richtet meinen viel zu gutmütigen Papa zugrunde, was für mich anzusehen unerträglich ist.
Da jeder Angehörige eines Alkoholkranken ganze Bücher mit seine n Erfahrungen füllen könnte, beschränke ich es hier auf einen kurzen Rückblick des letzten Jahres.
Sobald mein Vater nach einer Bandscheiben-OP wieder halbwegs auf den Beinen war, hat Mutter mal wieder alle Verpflichtungen an den Nagel gehängt, und knapp drei Monate Juch gemacht.
Klinik, Entgiftung, Therapie. Sie war jetzt ein kanpes halbes Jahr trocken, ist am Sonntag nach zweiwöchigem Urlaub mit Mann und Hund nach Hause gekommen,. und keine 24 Stunden später direkt voll einzusteigen.Kein langsames Hochpegeln über Tage und Wochen. 
Vollrausch. Die ganze Woche.
Ich begreife Sie schon lange nicht mehr, aber auch nicht meinen Vater, der mich mit ganz anderen Werten erzogen hat,. Er hat keine Kraft mehr, das verstehe ich so sehr. Seit vielen Jahren in die co-abhängigkeit hineingewachsen, kann er sich noch nicht mal mehr selbst schützen – und sich distanzieren.
Ja, und da ist mir vorhin ein schauriger Gedanke gekommen, den ich seither nicht mehr abschütteln kann. Ich, als Tochter meiner Mutter, kann nichts sehen, was meinen Vater bleiben lässt. Denn das Einzige, was er Zuhause kann, ist dabei zuzusehen, wie sie sich langsam tod säuft, und dabei Vorwürfe und Schuldzuweisungen anzuhören.Der gumütigste Mann dieser Welt, immer hat er sie unterstützt, sie nicht verlassen, sorgt mittlerweile allein für das Einkommen und ihre verschwenderische Lebensweise, welche sich besonders in Zeiten der Abstinenz zeigt. Suchtverlagerung vom Feinsten.
Sie dirigiert sein ganzes Leben.
Zwei Hilferuf-Suizidversuche hat sie hinter sich, vor einigen Jahren.
Und ich bin mir mittlerweile fast sicher, dass sie ihn mit Androhung sich selber was anzutun, manipuliert und unter Druck setzt.
Wie soll ich mit dieser Erkenntnis umgehen??? 
Schlimm genug, dass ich meiner Mama nicht helfen kann, aber dabei zuzusehen, wie sie meinen Vater Stück für Stück zugrunde richtet, wie solldas  gehen???
 
Was olsl ich bloß tun:?????   

1 Answers
Antje Mitarbeiter answered 1 Monat ago

Hallo Andrea Ich kann Ihre Verzweiflung, Resignation, Wut und Hoffnungslosigkeit sehr gut verstehen. Vor allem nach so vielen Versuchen, Ihrer Mutter zu helfen, nach so vielen Therapien und Angeboten, die sie hatte. Wenn ich Sie richtig verstehe, machen Sie sich aber mittlerweile mehr Sorgen um Ihren Vater als um Ihre Mutter. Vermutlich erkennen Sie es richtig, dass Ihre Mutter sein ganzes Leben dirigiert, oder besser ausgedrückt, die Sucht dirigiert das Leben dieser beider Menschen. Dass Ihr Vater da mitmacht, hat sicher seine Gründe (Angst, Gefühl der Verpflichtung, Schuldgefühle, wenn er sie allein lässt…?). Er kann nur selbst aus diesem Kreislauf ausbrechen und dazu bräuchte er vermutlich Hilfe. Es klingt, als seien die Verhaltensmuster der beiden schon recht \“chronisch\“ und \“eingefahren\“. So leicht ist es da nicht, auszusteigen. Daher rate ich Ihnen, dass Sie ihm anbieten, gemeinsam mit ihm auf eine Suchtberatungsstelle zu gehen um für sich als Angehörige Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Angehörige erhalten dort auch längerfristige Begleitung und Hilfe, wenn sie dies wünschen und brauchen. Es geht dann nicht in erser Linie um den Betroffenen (in Ihrem Fall ginge es dann nicht um ihre Mutter), sondern um Ihren Vater und Sie, wie Sie mit dem Problem umgehen könnten, was Sie für sich tun könnten, wie Sie etwas verändern könnten, damit Sie wieder mehr Lebensqualität und -freude empfinden könnten. Wo könnten Sie Ihrer Mutter gegenüber Grenzen setzen, konsequent sein, sich von Ihrem Verhalten distanzieren, Verantwortung ihr zurückgeben? (Das wären beispielsweise Themen in der Beratung). Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig weiterhelfen konnte, sonst dürfen Sie sich sehr gerne hier wieder melden. Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen viel Kraft und Mut, sich selbst Unterstützung zu holen.

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