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SS • vor 5 Monaten

Grüezi Meine Freundin 42 Jahre alt, Mutter von drei Kindern, bat mich um Hilfe, weil sie erkannte dass sie zuviel trinkt. Gemäss ihrer Aussagen, denkt sie 24 Std pro Tag an Alkohol, öffnet morgens um 10h die erste Flasche Prosecco und bis zum Abend hat sie ca. 3 Flaschen (Prosecco gefolgt von zwei Flaschen Weisswein) getrunken, dies täglich. Sie will aus diesem Zwang raus. Wie kann ich helfen? Was ist das Vorgehen?  Bitte helfen Sie mir, damit ich helfen kann.

Kathrin Berater/in antwortete vor 5 Monaten

Guten Tag
Danke für Ihre Anfrage. Ihre Freundin hat offensichtlich erkannt, dass sie Hilfe braucht und nicht mehr alleine aus der Suchtspirale herauskommt. Dies ist ein sehr wichtiger, erster Schritt. Drei Flaschen Prosecco/Wein täglich sind viel. Allenfalls braucht Ihre Freundin medizinische Unterstützung für einen Entzug. Dafür wäre der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Auf der anderen Seite geht es darum, sich mit dem Suchtverhalten auseinander zu setzten. Dafür würde ich Ihrer Freundin empfehlen, einen ersten Termin auf einer Suchtberatungsstelle abzumachen: auf einer Fachstelle des Blauen Kreuzes oder einer anderen Regionalen Suchtberatungsstelle. Dort wird man mit Ihrer Freundin ihre Situation ganzheitlich anschauen. Bei der Wahl einer geeigneten Therapie wird auch berücksichtigt, dass Mutter ist, und dass z.B. eine stationäre Therapie gut organisiert werden müsste. Sie schreiben nicht viel über die allgemeine Situation Ihrer Freundin: lebt sie mit dem Vater der Kinder zusammen und wird sie von dieser Seite unterstützt, oder muss man sich Sorgen um die Kinder machen?
Als Freundin können Sie sie vor allem unterstützen, indem Sie sie ermutigen, sich professionelle Hilfe zu holen und ganz praktisch, indem Sie sie vielleicht zu einem Termin hinfahren, Unterstützung mit den Kindern anbieten (je nach dem wie alt die Kinder sind) etc.
Ich hoffe, diese Hinweise helfen Ihnen weiter, Sie dürfen sich sonst gerne nochmals melden. Alles Gute

1 Antworten
Mike Berater/in antwortete vor 5 Monaten

Hallo SS
vielen Dank für ihren Beitrag. So wie sie den Konsum ihrer Freundin beschreiben, mache ich mir auch Sorgen um die Kinder. Ich weiss nicht, wie alt diese sind, aber den grössten Teil des Tages erleben sie ihre Mutter wohl nur noch unter Alkoholeinfluss. Ich finde es natürlich toll, dass sie etwas ändern will und aus dieser Situation ausbrechen will. Ich mache ihnen Mut, sich so rasch als möglich mit einer Fachstelle in ihrer Nähe in Kontakt zu treten (http://blaueskreuz.ch/vor-ort/ ) und einen Termin zu vereinbaren und sie dann evtl. auch zum Termin zu begleiten.
Dort gilt es dann abzuklären, ob eine ambulante oder stationäre Behandlung sinnvoller ist bzw. wie sie es schafft möglichst rasch aus dieser Situation herauszukommen. Dort können sie ihnen auch die nächsten (möglichen) Schritte genau vorstellen.
 
Liebe Grüsse
Mike

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