Mutter depressiv und alkoholkrank

Muckla asked 5 Monaten ago

Hallo ihr lieben,
ich habe meine Mutter eben wieder erwischt wie sie gestürzt ist, weil sie zuviel getrunken hat. Sie hat depressionen und ist mit ihrem Leben sehr unzufrieden. Sie trinkt über Jahre hinweg schon viel Alkohol und möchte abends im Wohnzimmer immer alleine sein. Ich habe auch schon versteckten und abgefüllten Schnaps gefunden. Ich bin mit der Situation einfach komplett überfordert und möchte meiner Mama so gerne helfen. Ich habe sie eben ins Bett gebracht und ihr klar gemacht, dass ich nicht sauer auf sie bin. Und habe das Thema bereits vorsichtig angesprochen: „ich fänd es ja gut wenn wir vielleicht alle garkeinen Alkohol mehr trinken und uns hilfe suchen“ darauf hat sie gut reagiert und mir zugestimmt, allerdings war sie ja auch betrunken. Morgen möchte ich das Thema nocheinmal ansprechen, ich weiß allerdings nicht genau wie ich das am besten machen soll damit sie wirklich einsieht das sie Hilfe braucht und dann auch Taten folgen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und eventuell Tipps für mich? Ich bin wirklich komplett sm verzweifeln und mache mir so große Sorgen.

Antje Mitarbeiter antwortete vor 5 Monaten

Hallo Muckla
Erst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass Sie aufgrund der Feiertage etwas auf die Antwort warten mussten. Es ist gut, dass Sie sich hier gemeldet haben und ich hoffe, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen kann. Inzwischen haben Sie vielleicht nochmals versucht, mit Ihrer Mutter im nüchternen Zustand zu sprechen. Es ist richtig, wie Sie es gemacht haben, dass Sie ihr gesagt haben, dass Sie nicht sauer auf sie sind (Vorwürfe helfen nämlich gar nichts…!). Aber Sie können Ihre Sorge äussern und auch Ihre Hilflosigkeit. Sie können ihr mitteilen, dass Sie selbst Hilfe brauchen, um zu erfahren, wie Sie mit ihrem Problem (dem der Mutter) umgehen sollen. Ich rate Ihnen auf jeden Fall, Hilfe von aussen anzunehmen. Sprechen Sie mit jemandem über Ihre Belastung zuhause, entweder mit einer Person Ihres Vertrauens oder mit einer Fachperson an einer Beratungsstelle. Diese sind auch für die Angehörigen da. Bleiben Sie nicht allein mit dieser grossen Last. Sie tragen mit Ihrer Fürsorge für Ihre Mutter eine sehr grosse Verantwortung, die Sie eigentlich nicht tragen sollten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie es schaffen, immer wieder Abstand dazu zu bekommen, dass Sie sich auch abgrenzen können von ihr. Ich wünsche Ihnen, dass sie es möglich machen können, auch für sich zu sorgen, eigene Bedürfnisse und Interessen wahrzunehmen und zu leben. Verbringen Sie Zeit mit Freunden, spüren Sie was Sie brauchen, was Ihnen gut tut. Versuchen Sie, sich auf Ihr eigenes Leben zu konzentrieren, damit sich nicht alles um Ihre Mutter dreht. Sie können die Krankheit Ihrer Mutter evtl. nur sehr wenig beeinflussen. Letztendlich muss sie selbst Hilfe annehmen wollen. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen alles, alles Gute und gerne dürfen Sie sich auch hier wieder melden.
Antje

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