mutter-depressiv-und-alkoholkrank

Anonym asked 8 Monaten ago

Hallo,   meine Schwester (20), mein Bruder (24) und ich (17) machen uns riesige Sorgen um meine Mutter. Alles fing vor 9 Jahren an, da mein Bruder (0) gestorben ist. Meiner Mutter war es sehr wichtig, dass wir Kinder das durchstehen und hat sich deshalb nur um uns gekümmert, was zur Folge hatte, dass sie daran kaputt ging. Die Ehe meiner Eltern litt extrem darunter, da meine Mutter auch Kontakt zu anderen Männern hatte (innere Unzufriedenheit?), was meinen Vater logischerweise total verletzt hat. Meine Mutter kompensierte damals vieles mit Sport, Kirche und Kreativität, doch dann kam eine Fuß OP, die schief gegangen ist, was zur Folge hat, dass sie beim Laufen immer schmerzen hat, eine Halswirbelsäulen OP und Hautkrebs ( alles letztes Jahr ). Sie hat schon immer Wein getrunken, aber nicht jeden Tag und nicht so viel. Ihre Schwester hat ein starkes Alkoholproblem, welches sie auch sehr abschreckte, aber nun trinkt sie jeden Tag, mindestens 1,5 Flaschen Wein vor uns und dann noch heimlich im Keller. Wir haben schon tausend mal mit ihr geredet, aber sie fühlt sich nur angegriffen und tut so als würde ich übertreiben. Sie wollte häufiger eine Pause machen, hat es aber nie geschafft. Mein Papa verhält sich wie ein Arschloch, er ist sehr verletzt, weil meine Mutter eine Affäre hatte und will sich scheiden lassen, aber irgendwie passiert nichts (er liebt sie richtig und hat Angst sie zu verlieren). Meine Eltern machen gar nichts, leben nur aneinander vorbei und meinem Papa ist das Alkoholproblem egal, krasser gesagt profitiert er davon, weil meine Mutter deshalb von ihm abhängig ist.  Ich weiß einfach nicht mehr weiter, meine Eltern machen mich kaputt, ich fühle absolut nichts mehr und ich hab keine Kraft mehr irgendetwas zu tun. Wie soll sich das alles wieder ändern?

1 Answers
Kathrin Mitarbeiter answered 8 Monaten ago

Liebe anonyme Schreiberin
Danke für deine Anfrage. So wie es klingt, habt ihr als Familie einiges durchgemacht in den letzten Jahren. Vieles scheint mir unverarbeitet. Deine Geschwister und du macht euch Sorgen um eure Mutter. Dies ist sehr verständlich. Aus deinem Text lese ich, dass es verschiedene Ebenen gibt: zum einen ist da die Beziehung zwischen deinen Eltern, auf die ihr als Kinder keinen Einfluss habt, unter der ihr aber sehr wohl leidet. Die Probleme, die eure Eltern miteinander haben, könnt ihr nicht lösen oder beeinflussen, aber ihr könnt ihnen einmal sagen, wie es euch geht mit dieser Stimmung zu Hause. Vielleicht könnt ihr ihnen sogar vorschlagen, sich professionelle Hilfe zu holen in Form einer Paarberatung. Was die Alkoholsucht eurer Mutter anbelangt, dürft ihr als Kinder ihr noch einmal sagen, wie sehr ihr euch sorgt und euch wünscht, sie würde diesbezüglich Hilfe in Anspruch nehmen und eine Suchtberatungsstelle aufsuchen. Dies als erster Schritt, um allfällig weitere Schritte zu planen (Entzug, Therapie etc.).
Nicht zuletzt möchte ich dich ermutigen, dir Hilfe zu holen für dich selber! Ich weiss nicht, wie es deinen Geschwistern geht, aber du scheinst sehr unter diesen familiären Problemen zu leiden, du schreibst, dass dich das alles kaputt macht und du nichts mehr fühlst… Du darfst dich als Angehörige gerne bei einer Suchtberatungsstelle melden. Wir Suchtberaterinnen und Suchtberater haben viel Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Angehörigen. In diesen Gesprächen würde es darum gehen, wie du dich schützen kannst, was du tun kannst, damit dich das Ganze nicht so runterzieht etc. Du darfst dich auch hier wieder melden. Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!
Kathrin

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