mutter-kennt-ihr-limit-nicht

TochtervonMutter asked 4 Wochen ago

Guten Tag Heute scheint ein Freudentag, ich habe Geburtstag, ich bin nun 30 und alle haben von mir verlangt, dass ich ein Fest mache. Eigentlich weigere ich mich etwas zu feiern oder an Feiern zu gehen. Der Grund ist meine Mutter. Seid ich 10 bin sind wir alleine, einen Papa gibt es nicht. Seid da an war es so, dass ich meine Mutter behüten musste und auf sie aufpassen musste wenn sie getrunken hat. Ich glaube nicht, dass sie ein akutes Alkoholproblem hat. Sie trinkt Zuhause ab und zu ihren Prosecco oder Wein, teilweise eine Flasche. Dies interessiert mich nur gering, denn dann hab ich nichts mit ihr zu tun. Aber an jedem Fest, öffentlich oder privat trinkt sie Wein und merkt einfach nicht wann genug ist. Meine Familie hat bereits mit mir Mitleid und meint \“ändern kannst du es nicht mehr.\“ Es verletzt mich meine Mutter so zu sehen und ich habe ihr heute gesagt, ich wünsche mir, dass sie nicht trinkt in diesem Mass und sie mich enttäuscht wenn doch. Ich werde ihr morgen meine Meinung sagen, direkt und ohne schön Rederei. Aber wie kann ich sie weiter unterstützen? Eine Therapie wird sie nicht besuchen und so wie ich sie kenne wird sie auch nicht darauf eingehen.

1 Answers
Michaela Mitarbeiter answered 3 Wochen ago

Guten Tag
Es tut mir sehr leid, dass Sie erst jetzt eine Antwort auf Ihre Frage bekommen. Wir hatten ein technisches Problem mit dem Senden, welches erst heute gelöst werden konnte.
Ich gratuliere Ihnen im Nachhinein noch zu Ihrem Geburtstag und hoffe, Sie hatten trotz der Problematik mit Ihrer Mutter ein paar gute Momente. Wie Sie beschreiben, besteht das Problem schon seit Ihrer Kindheit. Unterdessen grenzen Sie sich vom Alkoholkonsum Ihrer Mutter im Alltag ab, aber wenn es öffentlich oder im Freundes- und Familienkreis geschieht, ist es doch sehr verletzend für Sie. Ihre Mutter ist schon lange in diesen Mustern gefangen, deshalb schafft Sie es auch nicht, weniger zu trinken, auch wenn Sie sie darum bitten. Sie schreiben, Sie würde sich nicht auf eine Therapie einlassen wollen.
Damit Sie Ihre Mutter weiter unterstützen können und selber nicht auf der Strecke bleiben, möchte ich Ihnen Mut machen, selber Hilfe in Anspruch zu nehmen. Angehörige, allen voran Kinder (auch erwachsene Töchter und Söhne!) leiden sehr unter dem Verhalten von Suchtbetroffenen. Die meisten haben schon alles Mögliche versucht (z.B. beschützen, wie sie das auch erlebt haben), aber wenn der Betroffene selber nicht will, ändert sich nichts. Ein Drittel aller Klienten und Klientinnen von Suchtberatungsstellen sind Angehörige. Es kann sehr entlastend sein, einmal mit einer neutralen Fachperson über all die Hilflosigkeit, Scham, Angst etc. zu sprechen, die das Zusammenleben mit einer suchtbetroffenen Person mit sich bringen. Es gibt die Möglichkeit in einer Beratung Strategien zu entwickeln, wie man sich selber schützen kann, gut für sich sorgen kann und dennoch auch eine Unterstützung für die betroffene Person sein kann. Andere kann man leider nicht ändern, aber für sich selber gibt es Möglichkeiten, einen anderen Umgang mit der Situation zu finden. Ich hoffe, diese Anregung hilft Ihnen weiter. Sie dürfen sich sonst auch gerne hier wieder melden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!


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