Schutzentzug des Fahrausweises

Anonym • vor 3 Jahren

Kurz zum Thema:
Ich sass zu Hause und hatte die Kündigung meines Ladenlokal inkl. Werkstatt und Lager auf dem Tisch liegen, es kam zu Existenzängsten.
Ich bin eine Einzelfirma und auf den Fahrausweis angewiesen.
An diesem Abend konnte ich es nicht vermeiden zum Alkohol zu greifen, um dieses Problem erstmal nicht wahrzunehmen.
Eine bekannte, die an diesem Abend anwesend war, beurteile Aussagen meinerseits, wie zB.: ”Jetzt kann ich mir gleich einen Strick nehmen”, diese gleich als Suizid Gedanken beurteilen und alarmierte die Notfallpsychiatrie, diese avisierte die Polizei.
Als diese ankam, wurde sofort ein Atem-Alkohol-Atem-Test durchgeführt. Zuvor hatte ich allerdings noch etliche Schlücke des Wodkas gestürzt.. Jetzt bekam ich einen Sicherungsentzug des Fahrausweises, da mein Promille Wert über 3 Promille war und ich laut Aussage der Polizei völlig Herr meiner Lage war.
Wie gelinkt es mir so schnell wie möglich den Fahrausweis wieder zu erlangen? Ich habe nicht verbrochen, ich war nicht in Strassenverkehr und ich hab mich einfach zu Hause vollaufen lassen.
Danke für alle Antworten

Antje antwortete vor 3 Jahren

Hallo
So wie sich das anhört, handelt es sich in Deiner Situation um einen „Vorsorglichen Sicherungsentzug“ des Fahrausweises. Dieser kann zum Schutz des Strassenverkehrs verhängt werden, wenn die Polizei die Lage so einschätzt, dass jemand nicht mehr genügend körperliche und geistige Leistungsfähigkeit besitzt, z.B. um Auto zu fahren. Es ist ein Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit, bis eine Fahreignungsbegutachtung ergeben hat, dass der Grund für den Ausweisentzug nicht mehr vorhanden ist.
An Deiner Stelle würde ich beim Strassenverkehrsamt die Wiedererteilung des Ausweises beantragen. Mit dieser können jedoch Auflagen verbunden sein (z.B. der Nachweis von einer abstinenten Lebensweise, Gesprächstherapie an einer Fachstelle, Haaranalysen zum Nachweis der Abstinenz…).
Vielleicht kannst Du es auch so sehen, dass es eine Chance ist, über Deine momentane Lebenssituation (Kündigung…) nachzudenken und evtl. etwas zu verändern. Zum Beispiel im Umgang mit solchen Krisen: was könntest Du in Zukunft anders machen, wenn es Dir so schlecht geht, anstatt Dich volllaufen zu lassen? Ich meine dies nicht als Vorwurf, sondern als Anregung insgesamt über Dein Leben nachzudenken. Auf jeden Fall hat sich Deine Bekannte Sorgen um Dich gemacht und wollte Dir sicherlich eher helfen als schaden als sie den Notruf rief.
Ich hoffe, dass Dir meine Antwort ein wenig weiter geholfen hat bei Deiner Frage, wie weiter? Sonst kannst Du Dich gerne wieder melden.
Alles Gute!

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