Sohn trinkt am Wochenende zu viel Alkohol

Christina asked 4 Monaten ago

Guten Tag
Ich habe ein Anliegen und zwar:
Mein Sohn ist 20-jährig und betrinkt sich am Wochenende immer wieder und zwar bis zum Umfallen. Er liegt dann irgendwo, bis Passanten ihn wecken oder mir anrufen. Passanten, die nicht wussten wohin er gehört, haben auch schon den Krankenwagen geholt. Trotz hoher Rechnung hat ihn das nicht bewogen, sich vom Alkohol zurückzuhalten.
Dies geschieht vorwiegend an Wochenenden. So durchschnittlich 1 mal pro Monat. Er sieht dies natürlich als kein Problem.
Ich mache mir grosse Sorgen, da mein Ex-Mann auch viel getrunken hat (er hat vor zwei Jahren endlich einen Entzug gemacht) und ich nun mit meinem Sohn das Gleiche erlebe. Schon mein Ex-Mann sah damals kein Problem wegen diesen Abstürzen. Immer kam wieder: „wegen diesem einen mal“. Und diesen Satz höre ich im gleichen Ton von meinem Sohn.
Ich bin natürlich verärgert und ich schäme mich. Ich weiss auch nicht wirklich, wie ich reagieren soll, damit ich ihm die Augen öffnen kann. Vielleicht haben Sie mir ein paar Tipps, wie ich jeweils vorgehen könnte. Mein Sohn ist noch an einer Zweitlehre. Er verdient auch nicht sehr viel, das Geld geht nebst dem Auto an den Alkohol. Das wird dann zum zweiten Problem.
Besten Dank für Ihre Rückmeldung
Freundliche Grüsse

Kathrin Mitarbeiter antwortete vor 4 Monaten

Guten Abend
Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen um Ihren Sohn. Sie sehen ein ähnliches Trinverhalten bei ihm wie bei ihrem Ex-Mann und erleben auch, dass er dies verharmlost. Das ist schwer zu ertragen. Ausserdem geht es Ihnen ähnlich wie vielen Angehörigen, nämlich dass Sie sich über das Verhalten Ihres Sohnes schämen. Sie leiden und er nimmt es locker. So schwierig es ist, ich rate Ihnen, einen grossen Schritt zurück zu machen. Ihr Sohn ist volljährig und muss seinen eigenen Weg finden. Ihretwillen wird er sein Verhalten mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht ändern. Erfahrungsgemäss ist es am hilfreichsten, wenn Sie in einem ruhigen Moment ihrem Sohn einmal mitteilen, wie sehr Sie irritiert sind über sein Verhalten, und dass Sie sich sorgen machen. Dies, ohne ihm Vorwürfe zu machen.
Auf der anderen Seite würde ich ihn die Probleme, die er sich einbrockt, auch selber ausbaden lassen. Ich meine z.B. finanziell: wenn er das Geld für Alkohohl ausgibt und er dann keines mehr hat, dann ist das eben so. Wenn Sie ihm dann aushelfen, spürt er einerseits die Konsequenzen seines Handelns nicht, zum andern behandeln Sie ihn dann wie ein Kind.
Viele junge Erwachsene grenzen sich mit einem solchen unangepassten Verhalten unbewusst von ihren Eltern ab. In diesem Fall ist es sehr wichtig, den Sohn als Erwachsenen zu behandeln und die nötige Distanz zu wahren. Im besten Fall wird er sich dann immer mehr auch wie ein Erwachsener verhalten.

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