Trinksucht Bruder/Schwägerin

Esther asked 2 Jahren ago

Mein Bruder (58-jährig) hat seit Jahren ein Alkoholproblem (zwei Entzüge vor Jahren). Seit über 20 Jahren arbeitet er an einer staatlichen Arbeitsstelle wo er sehr geschätzt wird. Aktuell hat er den Führerausweisentzug wegen Alkohol. Sein Ziel ist es, den Führerausweis so schnell dies möglich ist, wieder zu erlangen. Dazu macht er einen langsamen Alkoholentzug (von 10 Fl. Bier ist er nun auf 3 Fl. Bier), mit dem Ziel auf null Alkohol zu gelangen.
Sein grösseres Problem ist jedoch, dass seine Frau ebenfalls eine sehr grosse Alkoholabhängigkeit hat, keiner Arbeit nachgehen kann, die täglichen Verrichtung nicht mehr selber tätigen kann, sie wiegt noch 42kg und verbringt die ganzen Tage im Sofa mit TV und Alkohol.
Ich habe meinen Bruder heute nach langem weidereinmal  gesehen und war erschrocken. Es geht ihm nicht gut, er hat mit seiner Alkoholreduktion, Beruf, Haushalt usw. auch noch die Belastung seiner Ehefrau zu tragen
Er weiss sich nicht zu helfen, weswegen ich ihm angeboten habe, mich einmal über dieses Thema  zu informieren in der Hoffnung, ihm danach einen Lösungsweg aufzeigen zu können.
Ich wäre Ihnen dankbar um Lösungsvorschläge.
Mit herzlichen Grüssen
Esther

1 Answers
bk-admin Mitarbeiter answered 2 Jahren ago

Hallo Esther
vielen Dank für ihre Anfrage. Schön, dass ihr Bruder in einer solch schwierigen Situation auf sie zählen kann.
Ihr Bruder hat schon grosse Schritte geschafft, aber die „letzte Konsequenz“ fehlt noch, Ich nehme mal an, dass er über längere Zeit konsequent und stabil abstinent sein muss, wenn er seinen Führerausweis wieder bekommen will, Diesen Druck von aussen  kann er für sich als Chance nutzen und damit zumindest ein Thema (seinen Alkoholkosnsum) klären. 
Wenn seine Frau alkoholabhängig ist und er neben seiner Arbeit, seinem Kampf gegen seinen Alkoholkonsum auch noch zu ihr schauen muss, so ist das definitiv eine Situation, welche alle überfordert. Ich kann ihm da nur Mut machen, sich Unterstützung zu holen. Er „darf“ das natürlich alles selber durchkämpfen, aber aus meiner Sicht ist es sinnvoller sich da Support zu holen. Ein erster konkreter Schritt kann ein Gespräch auf einer Suchtfachstelle sein, um seine Situation zu klären und dann mögliche Schritte zu planen und dann auch umzusetzen. 
Es ist ja auch ganz wichtig, dass er diese Bereiche, welche noch gut funktionieren – wie z,B. seine Arbeit – schützen kann und er da nicht auch noch Probleme bekommt. Wie gesagt, kann der Ausweisentzug eine Chance für ihn sein, da er  – wenn er den Ausweis zurück will – für längere Zeit konsequent auf Alkohol verzichten muss. Auch da kann ihn eine Beratung unterstützen und ihn auf seinem Weg begleiten. Ich möchte ihm einfach Mut machen, sich Unterstützung zu holen, bevor ihn die ganze Situation erdrückt.
 
Liebe Grüsse 
Mike


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