Unverständnis wegen Alkoholverzicht

Anonym • vor 7 Monaten

Hallo
Als Kind einer alkoholkranken Mutter bin ich sehr geprägt. Da alles nichts half, brach der Kontakt ab… Eine Situation, mit der ich leben muss – Selbstschutz. Dies ist auch der Grund, wieso ich keinen Tropfen trinke. Ich habe eine richtige Wut auf dieses Getränk.
Nun führe ich eine Beziehung. Mein Partner versteht mich nicht. Er ist auch nicht bereit, mir zu liebe darauf zu verzichten. Ich weiss nicht, ob ich damit leben kann, auch wenn sein Konsum unproblematisch ist (mal ein Glas Wein oder so).
Daher meine Frage: Wie soll ich damit umgehen? Hat die Beziehung überhaupt eine Zukunft? Für mich scheint es so, als würde er mich nicht verstehen. Das fühlt sich nicht schön an. Das Dilemma ist, dass ich nicht anders kann/will, und er sich durch einen Verzicht eingeschränkt fühlen würde. Ich habe deswegen extreme Zweifel. Wie soll es mit uns weitergehen? Ich kann dieses ***** getränk nicht mehr ausstehen. Zu sehr hat es mein Leben geprägt. Über dieses Thema haben wir zudem bereits mehrmals gesprochen. Er sagt immer, dass er mich verstehe, will aber sein Konsum dennoch nicht ändern.

Barneyxcq antwortete vor 5 Monaten

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1 Antworten
Kathrin Berater/in antwortete vor 7 Monaten

Guten Tag
Danke für Ihre Frage und entschuldigen Sie bitte, dass von unserer Seite erst jetzt eine Antwort kommt. Rund um die Feiertage kann es manchmal etwas länger dauern.
Was Sie beschreiben, kann ich sehr gut verstehen. Sie haben erlebt wie durch den Alkohol sehr viel kaputt gegangen ist, Sie haben durch die Alkoholproblematik Ihrer Mutter schlussendlich die Beziehung zu ihr verloren und bestimmt sind viele Verletzungen passiert. Es ist nachvollziehbar, dass Sie den Alkohol nicht als Genussmittel sehen, sondern als Gift, das zerstörerisch wirkt. Sie fragen sich, ob Sie damit leben können, dass Ihr Partner gelegentlich trinkt. Offenbar ist sein Standpunkt klar: er versteht zwar, dass Sie Mühe haben, wenn er ab und zu trinkt, er will aber nicht verzichten. Das enttäuscht Sie. Ob Sie seine Haltung in Kauf nehmen wollen, können nur Sie alleine für sich beantworten. Wenn beide auf ihrer Sichtweise beharren, sind Konflikte vorprogrammiert und Sie werden sich immer wieder missverstanden fühlen. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie viel Ihnen Ihr Partner bedeutet und ob Sie sich vorstellen können, damit zu leben, dass er hin und wieder Alkohol konsumiert. Aus Ihren Zeilen lese ich, dass Sie dies nicht können und auch nicht wollen.
Ist die Konsequenz daraus, dass Sie sich nur einen Partner vorstellen können, der wie Sie freiwillig abstinent lebt? Es gibt nicht viele Menschen, die ganz auf Alkohol verzichten, aber es gibt sie.
Ich hoffe, dass meine Gedanken und Fragen Ihnen als Entscheidungshilfe dienen können. Sie dürfen sich sonst sehr gerne auch nochmals melden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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