Was muss ich tun?

Anonym fragte vor 8 Monaten

Bin 100% angestellt im Gesundheitswesen. Ich habe dermassen Angst, dass mein Arbeitgeber, wenn ich mir Beratung hole, von meinem Problem erfährt. Ich trinke immer dann, wenn es mir nach ein paar Tagen ohne Alkohol besser geht. Hier habe ich erfahren, dass ich schon unter Entzugssymptomen leide wie Zittern, Kontaktverlust. Immer wenn ich meine, es klappt habe ich am nächsten Tag ein dermassen schlechtes Gewissen. Ich möchte weg vom Alkohol. Wie soll ich vorgehen? Wo kann ich Hilfe holen? Ich arbeite in der gleichen Stadt wie die Suchtberatung.

1 Antworten
Antje Mohn Mitarbeiter antwortete vor 8 Monaten

Hallo
Schön, dass Sie sich hier gemeldet haben. Auf diesem Weg hat man gut die Gelegenheit, die ersten Fragen einmal ganz anonym zu stellen. Ich kann Ihre Bedenken sehr gut verstehen, dass Sie sich schwer tun, ganz in Ihrer Nähe in eine Suchtberatungsstelle zu gehen. Oft ist die Scham oder Angst sehr gross. Dennoch glaube ich, dass es Ihnen helfen könnte, sich mit einer Fachperson über Ihr Alkoholproblem auszutauschen. Alleine ist es oft sehr schwer, weiter zu kommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Ganz allgemein kann ich sagen, dass alle Personen, an welcher Fachstelle auch immer, unter absoluter Schweigepflicht stehen und keine Informationen ohne Ihr Einverständnis an andere weitergeben dürfen. Wenn Sie ausserhalb des städtischen oder kantonalen Gesundheitswesens etwas suchen, kann ich Ihnen natürlich die Beratungsstellen vom Blauen Kreuz sehr empfehlen. Diese rechnen nicht über Krankenkassen ab, sondern finanzieren sich über Spenden, Brockenstuben…. Ausserdem könnten Sie auch auf eine Beratungsstelle vom Blauen Kreuz in eine andere Stadt, bzw. in einen anderen Kanton gehen, da wir überregional tätig sind und es keine Rolle spielt, wo jemand wohnt. Es gäbe zudem die Möglichkeit, dass Sie sich erst einmal vertraulich mit Ihrem Hausarzt besprechen. Er könnte ggf. mit Ihnen gemeinsam eine stationäre Lösung (3 Wochen bis 3 Monate) anstreben (z.T. ist dies auch in einem anderen Kanton möglich). Die Adressen von den Beratungsstellen des Blauen Kreuzes finden Sie auf der Seite des Blauen Kreuzes Schweiz unter „Beratung vor Ort„.
Ich hoffe, dass diese Ideen für Sie schon hilfreich sind, sonst melden Sie sich doch gerne wieder hier und wir suchen weiter.
Alles Gute und freundliche Grüsse.

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