Was soll ich tun / wie soll ich mich verhalten?

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Anonym • vor 3 Jahren

Hallo

Mein Freund trinkt täglich Bier.
Früher kam er sicher mit 1.5L – 2L Bier intus nach Hause. Nach dem ich mit ihm das Gespräch gesucht habe, versucht er weniger zu trinken.
Es gibt Tag an denen er weniger trinkt, aber leider gibt es auch Tage, an denen er wieder mit 2L Bier nach Hause kommt.
Jedes mal hat er auch einen Grund dafür, warum er jetzt Bier trinken musste. (sei es wegen dem Stress, Ärger auf der Arbeit, etc.)
Ich habe ihm des öfteren gesagt, dass ich mir Sorgen mache und er den Konsum doch reduzieren sollte oder sich sogar Hilfe suchen sollte. Er sieht es in dem Moment auch ein, aber zwei drei Wochen später verfällt er wieder in seinen alten trott…

Was kann ich als Freundin tun, damit er sich Hilfe sucht oder endlich mal reagiert?

Mit der Hilfe seiner Elter kann ich leider auch nicht gross rechnen, da sie selber gerne über den Durst trinken.

LG Sandra

Antje antwortete vor 3 Jahren

Hallo Sandra
Schön, dass Du Dich hier gemeldet hast und Dir auf diesem Wege Hilfe suchst. Erst einmal möchte ich Dir sagen, dass ich es toll finde, dass Du das Problem bereits angesprochen und Deinem Freund gesagt hast, dass Du Dir Sorgen um ihn machst. Er scheint ja auch offen für Deine Rückmeldung zu sein und selbst zu merken, dass er etwas verändern müsste. Mit dem Reduzieren des Konsum allein ist aber das Problem dann noch nicht gelöst: der Stress und der Ärger besteht weiter. Und so verfällt er schnell wieder in sein altes Muster und den gewohnten Konsum. Wahrscheinlich hast Du richtig erkannt, dass er eigentlich Unterstützung dabei bräuchte, die alten Gewohnheiten zu verändern. Das ist nämlich ganz und gar nicht einfach.
Vielleicht kannst Du versuchen, ihn darauf einmal anzusprechen: wie er selbst das sieht, wie es ihm selbst dabei geht, was er selbst verändern möchte (und warum).
Du kannst ihm auch klar mitteilen, dass Du diese Lebensweise auf Dauer nicht tolerieren wirst und Dir auf jeden Fall wünschst, dass sich etwas verändert, weil sein Alkoholkonsum auch Auswirkungen auf Eure Beziehung hat.
Du kannst deutlich machen, was Du möchtest und nicht mehr möchtest (z.B. mit ihm nichts mehr unternehmen, wenn er etwas getrunken hat) und dann auch konsequent sein. Bei diesem Prozess brauchst Du selbst vielleicht Unterstützung, die Du Dir als Angehörige in einer Beratungsstelle (z.B. vom Blauen Kreuz) holen kannst. Indem Du ihm mitteilst, dass Du Dir Hilfe holst, zeigst Du ihm, wie ernst es Dir ist und signalisierst gleichzeitig, dass man sich Unterstützung holen kann. Das macht es ihm vielleicht auch leichter, selbst in eine Beratungsstelle zu gehen.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen, sonst melde Dich gerne wieder.
Herzlichen Gruss,
Antje

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