wie-bringe-ich-meinen-freund-zur-einsicht

Stefanie asked 1 Monat ago

Hallo zusammen,    ich bin mir sehr sicher, dass mein Freund ein Alkohol Problem hat. In ruhigen Minuten habe ich ihn versucht sachlich und ruhig darauf anzusprechen. Im Gegensatz zu ihm gehe ich relativ offen mit Themen wie diesen um – ihm ist es sichtlich unangenehm.  Eine kurze Darstellung über seinen Konsum:  Jeden Tag Abends mind. 2 Gläser Wein Mehrmals die Woche eine 1 Liter Flasche Wein pro Abend Kneipengänger, beim Kneipenbesuch ca. 3 Bier, plus Schnapps Beim Fußball ca. 7 Bier  Beim Weggehen Cocktails, Bier oder Wein Es stellt es als Genusskonsum dar. Das ist es aber m.E. auf keinen Fall. Denn wenn kein Wein im Haus ist, wird er nervös und geht zur Not um 2 Uhr an die Tankstelle… Er geht diesem Thema permanent aus dem Weg. Wir haben noch andere Differenzen und deshalb steht die Beziehung auf wackeligen Beinen. Um die Bzgh. am Laufen zu halten, muss für mich zu mindest der Alkohol weggelassen werden. Er betont immer, wie wichtig ich ihm bin und dass er sich nichts mehr auf der Welt wünscht, als mit mir eine Familie zu gründen. Aber er hört einfach nicht auf zu trinken. Vielleicht mal einem Tag, um Streit aus dem Weg zu gehen. Aber sobald er das Haus verlässt, betrinkt er sich daraufhin, weil der eine Tag ohne Alk. ihn scheinbar gestresst hat.  Im Übrigen ist sein Vater starker Alkoholiker, ich glaube solche Süchte sind schon vererbbar aber es ist doch nicht aussichtslos, dass sich die Situation meines Freundes bessert. Oder liege ich falsch!? Ich bin mit meinen Kräften tatsächlich am Ende, mein Job, meine Freizeit, meine Psyche leidet sehr darunter.   

1 Answers
Kathrin Mitarbeiter answered 4 Wochen ago

Liebe Stefanie
Danke für Ihre Anfrage. So wie Sie beschreiben, haben Ihr Freund und Sie eine ganz andere Sicht bezüglich seines Alkoholkonsums. Er findet, es sei noch im grünen Bereich, es gehe um Genuss. Sie aber leiden darunter, sind am Ende Ihrer Kräfte und spüren die Auswirkungen nicht nur seelisch sondern auch auf der Arbeit und in der Freizeit. Ihr Freund sagt Ihnen zwar, dass Sie ihm sehr wichtig sind und er mit Ihnen eine Familie gründen möchte, auf der anderen Seite nimmt er Sie jedoch nicht ernst, wenn Sie mit ihm über Ihre Sorgen betreffend seinen Konsum reden wollen. Natürlich ist es möglich, dass sich etwas bei ihm verändert, auch wenn sein Vater Alkoholiker ist, allerdings nur, wenn ihr Freund einsichtig ist und etwas verändern WILL. Sie können ihn nicht zwingen. Im Übrigen ist es leider auch oft so, dass sich die Situation nach einer Familiengründung zuspitzt, da der Druck noch zunimmt, auch wenn viele Frauen hoffen, dass sich der Partner dann schon ändert, wenn ein Kind da ist. Ich möchte Sie ermutigen, sich damit auseinander zu setzten, was Sie längerfristig wollen. Natürlich können Sie noch einmal versuchen, mit ihm zu reden, aber wenn er keinen Grund sieht, etwas zu verändern, wird er das auch nicht tun.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Mut, sich ganz ehrlich zu überlegen, wie es für Sie weitergehen soll.
Alles Gute!

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