Wieviel/wie oft idt normal

Nicht veröffentlicht asked 4 Wochen ago

Hallo, mein Freund und ich leben seit ein paar Jahren (4)zusammen und sind insgesamt seit 10 Jahren ein Paar. Rückblickend gehe ich davon aus, dass dieses Verhalten auch schon vorher/während der Woche so war. Mein Freund ist schön immer gerne weggegangen, Leute treffen -Kneipe, war früher meist der letzte auf der Feier (d.h auf Absprachen diesbez.konnte ich mich nicht, aber auf bleiben bis Ultimo verlassen; Rausch wegzugehen..?). Früher habe ich da mitgezogen, war auch gerne unterwegs. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass das zu viel ist, auch nicht jedes Wochenende Spass macht (dazu muss ich sagen, dass wir auch seit Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch haben). Mein Freund geht nicht mehr so viel am Wochenende weg, außer vll zum Konzert aber da ist es dann auch egal, ob ich mitgehe oder nicht. Während der Woche ist er auf zweimal weg (Hobby+danach trinken). Zumeist ist er betrunken, er raucht auch wieder (obwohl Stent, Arbeit viel Stress), letzte Woche kam er 2 mal früh um halb drei heim. Das ust zwsr nicht die Regel, aber 1.00 ist es immer. Dazu muss ich vll noch sagen, sein Vater war Alkoholiker, seine Geschwister haben – aus meiner Sicht -ein Alkoholoroblem und „machen“ zumeist einen auf Party, jubeln. Ich habe meinen Freund darauf angesprochen – er sieht es nicht als Problem, andere machen das ebenso. Wenn ich sage, dass ich weder Trinkmenge, Häufigkeit normal finde(zumal Durchblutung+Kinderwunsch), ist er stur, beleidigt und meint ich müsse mich in meiner kleinkarierten Haltung ändern und indirekt, dass es schließlich seine Entscheidung ist, was er tut. Ich hänge da aber mit dran, wenn ich sage, dass ich das abstoßend empfinde, beschreibt er eher mich nicht als normal. Ich weiss nicht weiter. Ich empfinde sein Verhalten(manchmal auch früher- er bestimmt wann wir uns sehen, wann wir zusammen ziehen) als gehaltvoll, bestimmend und das erzeugt auch bei mir selbst Widerstand.
Gleichzeitig ist er oft sehr lieb und möchte mit mir Schönes machen, erleben.
Ich habe keine Ahnung was ich machen soll.
Liebe Grüße
K.

Mike Mitarbeiter antwortete vor 3 Wochen

Hallo K
vielen Dank für ihre Frage. Ich hoffe, dass meine Antwort ihnen eine gewisse Sicherheit in der ganzen Situation geben kann. Um es kurz zu machen: sein Konsum ist sicher nicht „normal“.
Dass er das aber ganz anders sieht, bzw. nur sie ein Problem damit haben und „kleinkariert“ sind, ist leider typisch. Aus seiner Sicht und in seinem Umfeld mag so ein Konsum vielleicht „normal“ sein, aber wenn er zwei oder mehr Abende pro Woche betrunken ist, so ist das nach objektivem Massstab deutlich zuviel. Eine „Diagnose“ werde ich hier nicht stellen können, aber aus ihren Beschreibungen wird man sicher von einem «punktuell risikoreichen Konsum» sprechen können. Dieser wird bei Männern mit mindestens 5 Gläser innerhalb einiger Stunden mindestens einmal pro Monat definiert.

Aus meiner Sicht wichtiger als die korrekte Definition ist aber das, was sein Konsum bei ihnen und ihrer Beziehung bewirkt. Für ihn ist es „schliesslich seine Entscheidung“, was aber nicht die ganze Wahrheit ist, da es sie ja auch betrifft. Wenn der Konsum „seine Entscheidung“ ist, dann müssen und dürfen sie für sich entscheiden, wo ihre Grenze ist. Sein Konsum löst bei ihnen Befürchtungen und Ängste aus und somit ist sein Konsum nicht einfach seine Privatsache.

Sie müssen für sich klären, ob sie so weiterfahren wollen und können oder wo ihre Grenze ist. Sprechen sie ihn auf ihre Sorgen und Ängste an und schauen sie wie er reagiert. Ist er bereit seinen Konsum zu verändern oder ist ihm der Alkohol wichtiger als alles andere? Eine Beziehung funktioniert nur, wenn beide Seiten sich „bewegen“ können.

Liebe Grüsse
Mike

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