zu-viel-alkohol-wird-distanzlos

Susanne asked 3 Monaten ago

Ich bin die pflegemutter von meinem 24jährigem sohn. Er ist bei mir seit er 5 jahre alt ist. Seine mutter verstarb vor ca 9 jahren am alkoholproblem. Auch war sie mahnisch depressiv. Beides war der grund, warum er an einen dauerpflegeplatz kam. Seit langem weiss ich, dass er am weekend zu viel trinkt. Dass es so arg ist, habe ich heute von seiner freundin und meinen schwiegertöchtern erfahren, die ihn oft antreffen im ausgang.oder er tel.ihnen total betrunken und orientierungslos. Seine freundin klagt auch, dass er sobald er alkohol getrunken hat, andere frauen anmacht in anwesenheit von ihr. Er sie stehen lässt , und sie ihn dann irgendwo an einem tisch unter vielen frauen findet. Kürzlich tel.er ihr, dass er nicht mehr wisse wo er sei….in zürich,bern,solothurn,olten,wider in bern erc.erc…..si bekam furchtbare angst und tel meinem 35jährigem sohn was sie machen solle…. Nach langem fand er heraus, dass er im zug sitzt von zürich her richtung solothurn. Er kam aber nicht dort an,worauf mein sohn zu ihm nach hause fuhr ( er wohnt noch bei uns ).Er lag im bett und war nicht mehr aufzuwecken. Später erfuhr er, dass sein coussin in in deitingen abholte und ins bett buxierte. Ohne alki sei er ein völlig anderer mensch…… Das ist eines von ganz vielen vorfällen ,wie ich jetzt erfahren habe. Es macht mir ungeheuer angst, da seine mutter alkoholikerin war, auch in der schwangerschaft von ihm Was mache ich? Seine freundin? Und er????? Ich bitte sie mir eine antwort zu geben Vielen dank

1 Answers
Antje Mitarbeiter answered 3 Monaten ago

Hallo Susanne
Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie sich grosse Sorgen um Ihren Pflegesohn machen. Sein Konsum und sein Verhalten am Wochenende ist für alle, die ihm nahe stehen, sehr belastend. Ich frage mich allerdings, wie er selbst das sieht? Leidet er selbst auch darunter, z.B. dass er nicht mehr weiss, wo er ist, die Orientierung verliert, nicht mehr weiss, wie er heim gekommen ist…? Das könnte ihm selbst ja auch ganz schön Angst machen, ist das so? Aus Ihrem Schreiben lese ich eher heraus, dass seine Familie und Angehörigen sich die weitaus grösseren Sorgen machen (berechtigt!!!). Daher möchte ich Ihnen als Familie empfehlen, sich in einer Suchtberatungsstelle beraten zu lassen. Sie können alle zusammen einen Termin ausmachen. Ich denke, dass es wichtig ist, dass alle „in einem Boot sitzen“ und an einem Strang ziehen. Ich würde ihm dann mitteilen, dass Sie sich Hilfe holen, und dass er mitkommen kann, wenn er möchte. Sie können ihm sagen, dass Sie sich grosse Sorgen machen, dass Sie das Problem ernst nehmen und nicht weiter zuschauen können. Sie können ihm mitteilen, dass er Ihnen allen sehr wichtig ist, dass Sie ihn lieben, aber dass er Hilfe braucht, dass Sie Angst um ihn haben. Sagen Sie ihm, was Sie fühlen, gehen Sie dabei von sich aus. Sie können ihn auch fragen, wie er die Situation sieht. So kann er auch seine Sichtweise einbringen und muss sich nicht angegriffen fühlen. Wenn er zu dem Beratungsgespräch nicht mitkommen möchte, können Sie trotzdem als Familie kommen und gemeinsam mit einer Fachperson einen Lösungsweg suchen. Die andere Idee, die mir in den Sinn kommt, wäre, ihm klare Grenzen zu setzen. Er sollte selbst die Folgen seines Tuns spüren und die Verantwortung für die Konsequenzen tragen müssen. Wenn immer es möglich ist, sollte man ihn nicht schützen (ihn, z.B. nicht abholen). So müsste er die folgen selbst ausbaden. Damit könnte sich ein Druck für ihn aufbauen, der ihn vielleicht zu einer Veränderung bringt. Ich habe schon Klienten in der Beratung gehabt, die gekommen sind, weil sie plötzlich selbst sehr grosse Angst hatten, weil sie nicht mehr wussten was sie gemacht haben. Dadurch entsteht eine eigene Motivation, etwas ändern zu wollen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen fürs erste weiter helfen und möchte sie sehr ermutigen, sich Hilfe an einer Suchtfachstelle zu holen. Alles Gute, Antje

Deine Antwort






Vous vous trouvez sur le site de la Croix-Bleue Suisse
Si vous cherchez des informations plus détaillées sur nos offres en Suisse romande, nous vous prions de visiter les sites de la Croix-Bleue romande: