Zwangseinweisung wegen Alkohol

Anonym asked 6 Jahren ago

Meine Mutter ist Alkoholikerin. Leider ist es in den letzten Monaten so schlimm geworden, dass weder Ihr Mann noch wir weiter wissen. Egal wie sehr wir uns bemühen, wir können diesen Teufelskreis nicht brechen. Meine Mutter blockt jeden versuch über dieses Thema zu sprechen sofort ab. Sie wird dann jeweils sehr agressiv und beleidigend gegen alle, die Sie doch eigentlich lieben! Ihr Mann wird Sie über kurz oder lang verlassen, da er mit der Situation überfordert ist. Wir denken jetzt über eine Zwangseinweisung nach. Können Sie mir bitte sagen, ob es eine solche Möglichkeit gibt?

peter antwortete vor 6 Jahren

Guten Tag, willkommen im Forum. Menschen mit Suchtproblemen versuchen oft ihre Suchtmitteleinnahme zu verbergen oder zu verleugnen. Das Ansprechen auf die Suchtproblematik ist ein heikles Thema und wird von den Süchtigen oft heruntergespielt und/oder auf andere Ursachen abgewälzt. Zudem wird es als Vorwurf verstanden das sich in aggressivem Verhalten oder Beleidigungen zeigt. Dieses Verhalten kann zu erheblichen Belastungen in der Familie führen.
Das Thema der Zwangseinweisung ist ein spezielles Thema. Es gibt gesetzliche Bestimmungen, wann jemand gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden darf. Das Thema der Zwangseinweisung findet man unter dem Begriff Fürsorgliche Unterbringung.
Eine „Zwangseinweisung“ muss durch einen Arzt oder durch die Erwachsenenschutzbehörde (KESB) erfolgen. Unter dem nachfolgenden Link vom Beobachter finden Sie nähere Informationen über die Fürsorgliche Unterbringung.

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/gesetze-recht/artikel/fuersorgerische-unterbringung_in-die-klinik-und-dann/

In Ihrer Situation empfehle ich aber zuerst den Hausarzt Ihrer Mutter zu kontaktieren. Oft ist es der Hausarzt der die Geschichte seiner Patienten sehr gut kennt und entsprechend Beraten und Hilfe anbieten kann.
Für Sie als Angehörige besteht aber auch die Möglichkeit eine Suchtberatungsstelle zu konsultieren. Mit Hilfe eines Suchtberaters/Suchtberaterin (sind auch ausgebildet in der Beratung von Angehörigen/Freunden etc.) oder eines Psychologen/Psychologin kann Ihre Situation (Ihre verletzten Gefühle, sich Abgrenzen gegenüber Mutter, mit Enttäuschungen umgehen, wie weiter mit Mutter etc.) näher angeschaut werden und für Sie eine geeignete Lösungen erarbeitet werden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute
Freundliche Grüsse
Peter

David antwortete vor 1 Jahr

Meine Mutter is auch schwer Alkoholkrank ich hab sie letztes Jahr um 3 in der Nacht mit einem Krampf gefunden (Blutsalzmangel)
Hätte ich kein Notarzt gerufen wäre sie jetzt tot.
Sie hat COPD (lungenkrankheit) und muss dafür 2 sprays nehmen,außerdem nimmt sie tabletten für kreislauf/herz/bluthochdruck
und trinkt trotzdem min jeden tag 1-2 packungen tetrapack wein oder sogar ne flasche korn (pur)
hab heut morgen min 100 tetra packungen gefunden und 5 flaschen was sie vor mir versteckte,jedoch schlägt jeglicher ratschlag oder hilfeangebot für sie in aggressives verhalten oder herunterspielen mit lügen ala „die sind vom letzen jahr etc“
Dachte grade an EInweisung,das ist wohl das schlimmste was ich meiner eigenen mutter antun kann,
denke ich und ich möchte es wirklich nicht aber anders lässt sie sich nicht helfen. Sie jedoch nochmal mit einem Krampf erleben oder sogar eines tages tot auf ihrer couch weil sie sich totgesoffen hat möchte ich nicht sehen müssen
Jeglicher ratschlag etc wäre ich für dankbar auch telefonnummern oder email thx!
Ich hab sie die letzten Monate unterstützt (essen etc) und wusste nicht dass sie ihr eigenes nur für alk ausgibt,was mich grade sehr aufregen tut

Antje Mitarbeiter antwortete vor 1 Jahr

Hallo David
Das, was Du schilderst, hört sich sehr schlimm an und ich kann mir vorstellen, dass Dich die Situation sehr belastet. Deine Mutter ist schwer alkoholabhängig. Sie ist sehr krank. Die Versuche ihr zu helfen, bringen Dich an den Rand Deiner Kräfte und machen Dich auch hilflos und wütend. Ich kann mir vorstellen, dass die Ansgt und Sorge um sie, Dich sehr bedrückt und dass damit der Alkohol auch Dein Leben sehr beeinträchtigt. Daher möchte ich Dir als allererstes raten, gut nach Dir zu schauen! Rücke Dich wieder mehr ins Zentrum Deiner Aufmerksamkeit. Achte auf Deine Bedürfnisse. Schau, was Dir gut tut, und versuche ein Stück Abstand von Deiner Mutter zu nehmen. Du kannst zwar versuchen, Deine Mutter zu einer Veränderung zu motivieren. Aber Du musst ihr die Verantwortung dafür selbst überlassen und Dir Sorge tragen. Wenn sie nichts ändern möchte, ist dies nicht Deine Schuld oder Dein Versagen. Es ist sicher sehr traurig, zu sehen, wie sie sich kaputt macht. Aber Du kannst keine Veränderung für sie erzwingen. Mit dem Trinken aufhören, kann nur sie selbst. Wenn Deine Mutter ihr Verhalten verleugnet oder abstreitet oder herunter spielt («die sind vom letzten Jahr» etc.), tut sie dies, weil sie vielleicht noch nicht bereit ist, ihre Krankheit zu akzeptieren.
Ich rate Dir ausserdem, Dir selbst Hilfe und Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle (z.B. vom Blauen Kreuz) zu holen. Eine Fachperson kann Dir dabei helfen, die Situation besser zu verstehen und zu entscheiden, wie Du Dich verhalten sollst. Auch ein Austausch in Selbsthilfegruppen kann sehr hilfreich, unterstützend und entlastend sein. Bei Notfällen ist es gut, so wie Du es ja auch schon gemacht hast, den Notarzt zu rufen.
Vielleicht gibt es ausserdem in Deinem Umfeld Dir nahestehende Menschen, mit denen Du über Deine Sorgen sprechen kannst. Gerne darfst Du Dich auch hier wieder melden. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

marion antwortete vor 10 Monaten

wer kann mir raten?mein sohn 30.jahre war schon mehrmals in der klinik wg drogenentzug alkohol usw.er ist jetzt zu besuch bei mir umd es wird immer schlimmer mit ihm.ich weiss nicht mehr was ich machen soll?

Manu antwortete vor 10 Monaten

Schalte den Sozialpsychatrichesn Dienst der GEmeinde/Stadt ein, die können unterstützen!

Manu antwortete vor 10 Monaten

Schalte den Sozialpsychatrichesn Dienst der GEmeinde/Stadt ein, die können unterstützen!

Günther Burbach antwortete vor 2 Monaten

Hallo, der Link zur Zwangseinweisung funkktioniert nicht.

Günther Burbach antwortete vor 2 Monaten

Sorry ein k zuviel

10 Answers
L.T. answered 3 Jahren ago

Ich habe das geiche Problem. Aber bei mir ist es unser Vater. Er will sich nicht helfen lassen. Mit dem Psychiater habe ich mich auch unterhalten aber er sagt wir müssten die Einwilligung haben. Aber eine Zwangseinweisung finde ich sehr dringend. Ich habe denn Artikel gelesen. Aber bin trotzdem hilflos. Brauche dringend hilfe.

Mike Mitarbeiter antwortete vor 3 Jahren

Guten Tag L.T.
vielen Dank für ihre Frage. Die ursprüngliche Frage wurde ja vor 4 Jahren gestellt und seit dieser Zeit hat sich hier doch auch Einiges verändert. Für eine Zwangseinweisung – bzw. fürsorgerische Unterbringung (FU) wie sie heute genannt wird – ist die KESB zuständig. Diese ist kantonal organisiert und sie müssten sich somit direkt bei der zuständigen KESB melden.
Ich kann ihnen aber leider nicht garantieren, dass es wirklich zu einer FU kommen wird, da dies a) ein massiver Eingriff in die Eigenständigkeit eines Menschen ist und b) Alkoholkonsum ja nicht verboten ist und ihr Vater keine Hilfe annehmen muss.
Für den Kanton Bern ist das wie folgt beschrieben:

Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung
•Die betroffene Person leidet an einem Schwächezustand aufgrund einer psychischen Störung (dazu gehören auch Suchterkrankungen), einer geistigen Behinderung oder einer schweren Verwahrlosung. Dabei werden die Belastungen und der Schutz von Angehörigen und von Dritten berücksichtigt.
•Die nötige Betreuung oder Behandlung der betroffenen Person kann nur durch eine Unterbringung in einer geeigneten Einrichtung sichergestellt werden.

Die betroffene Person hat das Recht, eine Vertrauensperson beizuziehen, die sie während der Unterbringung unterstützt. Sie muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für ihre Unterbringung weggefallen sind. Für die Anordnung einer FU ist die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) zuständig.

Ich mache ihnen Mut sich auf jeden Fall bei der zuständigen KESB zu melden und ihre Situation zu schildern. Ich mache ihnen aber auch Mut, sich Unterstützung für sie selber zu holen, denn auch wenn ihr Vater aktuell keine Hilfe annehmen will, so belastet diese Situation ja auch sie sehr stark. Auf den Beratungsstellen beraten wir immer auch die Angehörigen, welche oftmals ja mehr leiden als die Betroffenen.
Liebe Grüsse
Mike

Jörg Schmidt antwortete vor 1 Jahr

Einmal zwangseubweusung und der betroffene wird es schwer haben, wieder in Freiheit zu kommen.
Vorsicht.

Jasmin Hier antwortete vor 10 Monaten

Mein Bruder ,17jahre alt obdachlos und süchtig nach Cannabis….ich bin verzweifelt was kann ich tun zu einer Beratungsstelle brauche ich nicht gehen wäre verschenkte Zeit und es eilt sehr ….ist eine Zwangseinweisung möglich ?! Bitte helft mir .

Lucas antwortete vor 5 Monaten

fucking ernst süchtig nach cannabis, einfach aufhören man. Der hat noch glück das er nicht an die Härteren sachen geraten ist also LASS IHN WEITERKIFFEN!!!!

Weil genau wegen leuten wie dir bin ich Polytox geworden wegen dieser scheiß Drogenpolitik in Deutschland.
Ich habe von 12-17 gekifft, Realschule mit 1,9. Ausbildung abgeschlossen. Aber ab 17 kam die Justiz und der führerschein.
Und dann habe ich substanzen gesucht die nicht so lange nachweisbar sind als cannabis

Lucas antwortete vor 5 Monaten

fucking ernst süchtig nach cannabis, einfach aufhören man. Der hat noch glück das er nicht an die Härteren sachen geraten ist also LASS IHN WEITERKIFFEN!!!!

Weil genau wegen leuten wie dir bin ich Polytox geworden wegen dieser scheiß Drogenpolitik in Deutschland.
Ich habe von 12-17 gekifft, Realschule mit 1,9. Ausbildung abgeschlossen. Aber ab 17 kam die Justiz und der führerschein.
Und dann habe ich substanzen gesucht die nicht so lange nachweisbar sind als cannabis

Friesen answered 2 Jahren ago

Guten Tag, mein Freund ist Alkoholiker, war mehr mals in der Klinik, und hat über 14 Wochen Rehabilitation in Spezial Einrichtungen gemacht . Die längste trocken Zeit betrag 9 Monate .zur zeit beträgt sie 2 Wochen. Hat alles verloren ( sogar Dach über den kopf) . Alle seinen verwandten haben sich von ihn abgewenget, damit er nicht irgendwo unter der Brücke wohnen muss hab ich ihn rein gelassen. Unter der Bedingung das er bereit ist sein Leben wieder in Griff zu bekommen. Hab jetzt alles versucht, es hilft einfach nichts, bin mit meinen Kräften auch am Ende, weiss nicht mehr weiter. Habe 2 minderjährige Kinder  und habe keine Lust die beiden wegen meinen Freund zu verlieren. Er tut nichts gegen Alkohol und hat nicht vor zu gehen. Wird oft dann beleidigend , und fängt an zu drohen. Was kann ich als nicht verwandte tun? Alle Gespräche der Welt und Hilfe die ich ihm gab haben nichts gebracht.

Antje Mitarbeiter antwortete vor 2 Jahren

Guten Tag Friesen und L.T.
Ich arbeite als Suchttherapeutin an einer Beratungsstelle und versuche nun, Eure beiden Anliegen zusammen zu beantworten. Ihr beide seid mit einer Situation konfrontiert, die Euch sehr hilflos und ohnmächtig macht. Bei dir, Friesen, ist es dein Freund, der seinen Alkoholkonsum nicht verändern will, bei dir, L.T., dein Vater. Beide wollen sich nicht helfen lassen. Ihr habt schon viel probiert, viel gesprochen, mit anderen nach Lösungen gesucht. Alles hat nichts genützt. Eine Zwangseinweisung scheint dann wie die letzte rettende Idee zu sein, ist aber selten eine gute Lösung.
Du, Friesen, hast deinen Freund unter einer klaren Bedingung bei dir aufgenommen, nämlich dass er etwas tun muss, um sein Problem in den Griff zu bekommen. Dies hat er nicht getan, das ist seine Entscheidung gewesen, für die er nun auch die Verantwortung tragen muss. Ich denke, es ist nun an der Zeit, dass er sowohl deine Grenze, als auch die Konsequenzen seines Verhaltens spürt. Wenn Du nun nicht mehr willst, dass er bei Dir wohnt, weil Du das nicht mehr kannst, ist dies Dein volles Recht und er muss gehen. Evtl. kannst Du ihm noch eine Nummer für eine Notschlafstelle, z.B. von der Heilsarmee mitgeben. Was er damit macht, dafür ist er dann selbst verantwortlich. Wichtig ist: Du bist nicht für ihn verantwortlich!!!
Dir, L.T. würde ich empfehlen, Dir konkrete Hilfe und Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle z.B. vom Bauen Kreuz zu holen. Dort kann man die Situation deines Vaters genauer mit Dir anschauen und nach einer Lösung suchen (was Du tun kannst, welche Verhaltensmöglichkeiten Du hast, wie Du Dich abgrenzen kannst…).
Ich hoffe, ich konnte Euch fürs erste weiter helfen. Bei weiteren Fragen könnt Ihr Euch gerne wieder hier melden.
Alles Gute!

Ela answered 1 Jahr ago

Ehm ich hab ein ehnliches problem meine mutter nimmt drogen und ja kann ich sie deswegen da rein stecken also ehm ja ich bin 12 und war wegen ihr von 6 bist 10 in einer gruppe mein papa hatte früher kein sorgerecht aber jetzt schon und ja…  

Antje Mitarbeiter antwortete vor 1 Jahr

Hallo Ela Toll, dass Du Dich hier gemeldet hast. Das ist bestimmt überhaupt nicht einfach für Dich, dass Deine Mutter Drogen nimmt. Sicherlich macht Dir das manchmal Angst oder Du machst Dir Sorgen um sie. Vielleicht bist Du auch traurig deswegen oder fühlst Dich alleine? In der Gruppe hast Du früher vielleicht ein paar gute Erfahrungen gemacht und warst nicht alleine mit dem Problem. Und nun kann Dir vielleicht Dein Papa ein wenig helfen? Möchtest Du denn gerne wieder in so eine Gruppe gehen und Dich mit anderen Kindern / Jugendlichen austauschen? Es gibt auch im Internet eine gute Seite, wo man Infos, Tipps und Ratschläge bekommt, wie man mit so einer Situation umgehen kann. Sie heisst: http://www.mamatrinkt.ch (von Sucht Schweiz). Hast Du jemanden, mit dem Du reden kannst? Sonst darfst Du Dich sehr gerne hier weiterhin melden. Ich würde mich freuen, von Dir zu hören. Liebe Grüsse, Antje

Jan answered 1 Jahr ago

Hallo Mein Vater ist ein starker Alkoholiker. Er trinkt und ich weiß auch nicht mehr weiter und bin langsam verzweifelt. Wenn ich ihn darauf anspreche reagiert er agressiv lenkt von sich ab und macht mir und meiner Mutter und Schwester Vorwürfe das wir daran Schuld sind (ich weiß das er alleine daran Schuld ist den Schuh ziehe ich mir nicht an). Auf jeden fall terrorisiert er uns auch das heißt er keift uns an macht uns ständig Vorwürfe und schiebt Psychoterror bei uns. Nun ja er droht auch und ich war schon einmal kurz davor ihn die Nase zu brechen weil er so beleidigend wurde zu uns konnte mich aber zum Glück zurück halten.
 
 

Mike Mitarbeiter answered 1 Jahr ago

Hallo Jan
Vielen Dank, dass du dich hier gemeldet hast. Ich denke es ist wichtig, dass ihr drei euch gegenseitig unterstützt und überlegt, wie ihr mit seinem Verhalten umgehen wollt. So wie du sein Verhalten beschreibst, läuft das unter «häusliche Gewalt».
Hier die Definition: «Häusliche Gewalt liegt vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder partnerschaftlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausübt oder androht.
Am häufigsten tritt häusliche Gewalt in Paarbeziehungen von Erwachsenen auf. Häusliche Gewalt kann sich jedoch auch zwischen Kindern und Eltern, zwischen weiteren Familienmitgliedern oder in jugendlichen Paarbeziehungen abspielen. Meist werden verschiedene Gewaltformen nebeneinander ausgeübt und stellen ein eigentliches Gewalt- und Kontrollmuster dar.
Beispiele: dauernd beschimpfen, Kontakte verbieten, fortlaufend kontrollieren, ohrfeigen, die Kinder gegen den Partner oder die Partnerin aufhetzen, einsperren, bedrohen, mit einem Messer verletzen, zu sexuellen Handlungen nötigen, würgen usw.
Wie andere Formen von Gewalt ist auch häusliche Gewalt verboten und wird strafrechtlich verfolgt: Betroffene Kinder und Erwachsene sowie ihr Umfeld können bei einer Gewalteskalation jederzeit die Polizei über die Nummer 117 zu Hilfe rufen. Diese sorgt in einem ersten Schritt für die Sicherheit der Betroffenen, in einem zweiten Schritt ermittelt sie und eröffnet je nach Situation ein Strafverfahren. Nach ihrem Einsatz informiert sie weitere Stellen und Behörden über die Intervention, damit diese der betroffenen Familie Unterstützung anbieten können.»
 
Ich mache euch Mut, euch Hilfe und Unterstützung zu holen (Suchtberatungsstelle, Opferhilfe) und zu schauen, wie ihr eure Situation verbessern könnt. Ob dein Vater etwas verändern will … das weiss ich nicht, aber ihr könnt / dürft / müsst gut zu euch schauen und müsst euch nicht mit seinem «Psychoterror» abfinden.
 
Liebe Grüsse
Mike

Alexandra answered 11 Monaten ago

Guten Tag, mein Bruder, geboren 1968 ist seit mehr als 20 Jahren Alkoholsüchtig und konsumiert auch regelmässig methadon, wo er auf der Gasse kauft. Er war schon in mehreren Entzugskliniken und fing wieder an zu trinken sobald er die Kliniken verlassen durfte. Er lebt mit seiner Freundin eine sehr toxische Beziehung da beide süchtig sind und sich auch zusammenschlagen, bis die Polizei einschreiten muss und in die nächste Klinik wieder eingeweist werden. Beide leben vom Sozialamt und verbrauchen das Mietsgeld für Alkohol, sodass wieder die Wohnungskündigung vor der Türe steht. Das Sozialamt hat bisher nie die KESB eingeschaltet auch wenn unsere Mutter, seit Jahren dafür bittet, mit der Begründung, sie seien ja erwachsen und sollen halt die Konsequenzen selber tragen, genügend Entzüge wurden ja angeboten und sie seien halt therapieresistent. Unsere Mutter ist über 85 und liegt schwerkrank in einem Pflegeheim. Sie kann nicht verstehen, warum das Sozialamt dieses Alkoholleben weiter finanziert und keine Zwangseinweisung möglich sei. Ich wünsche mir so sehr, meiner Mutter mitteilen zu können, das eine definitive Lösung des Problems zustande kommt. Besten Dank für Ihr Feedback. Alexandra

Kathrin Mitarbeiter antwortete vor 11 Monaten

Liebe Alexandra
Danke für Ihre Anfrage. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie und auch Ihre betagte Mutter unter der Situation Ihres Bruders leiden. Für Angehörige ist es sehr schlimm, mitanzusehen, wie jemand so zerstörerisch mit seinem Leben umgeht. Wenn ich Sie richtig verstehe, kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen ihrem Bruder und seiner Partnerin und zu anschliessenden Klinikeinweisungen. So wie es aussieht, hat sich durch die bisherigen Klinikaufenthalte nichts geändert. Die KESB könnte via FU (fürsorgerische Unterbringung) einen längeren Klinikaufenthalt anordnen. Damit sie das kann, müssen jedoch klare Kriterien erfüllt werden. Theoretisch haben Sie auch als Privatperson die Möglichkeit, bei der KESB eine Gefährdungsmeldung zu machen. Diese würde überprüfen, ob die Voraussetzungen für einen FU erfüllt sind. Es ist tatsächlich so, dass jemand nicht gegen seinen Willen therapiert werden kann. Er kann nur gegen seinen Willen für eine gewisse Zeit in einer Klinik festgehalten werden. Wenn sich bei Ihrem Bruder und seiner Motivation nichts wesentliches verändert, wird er immer wieder weiter konsumieren, sobald er wieder frei ist. Früher konnte man Menschen, die sich nicht anpassen wollten, einsperren. Heute werden die Rechte des Individuums sehr hoch gewichtet in unserem Rechtssystem. Angehörige sind oft sehr enttäuscht, dass es keine einfache, definitive Lösung des Problems gibt. Es tut mir leid, dass ich Sie in dieser Hinsicht auch enttäuschen muss. Ich möchte Sie jedoch ermutigen, sich bei einer Suchtberatungsstelle beraten zu lassen, wie Sie am besten mit der Situation umgehen können und wie Sie auch Ihre Mutter unterstützen können. Suchtberaterinnen und -berater haben viel Erfahrung in der Beratung von Angehörigen. Manchmal tut es tut, darüber reden zu können.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Alessandra Tesser antwortete vor 11 Monaten

Ein herzlicher Dank für Ihre prompte Antwort. Ich werde die Suchtberatungsstelle aufsuchen und hoffe für 2019, das die KESB einschreiten kann. Wünsche Euch Allen, ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Estelle answered 11 Monaten ago

Hallo,
mein Vater ist seit vielen Jahren Alkohliker, war aber zwischendurch bestimmt auch 10 Jahre trocken, bis er wieder dem Alkohol verfiel. In letzter Zeit ist es sehr schlimm geworden, ich wohne nicht mit ihm zusammen, allerdings wurde er heute von seiner Frau zum Hausarzt gebracht, der ihn mit dem Krankenwagen in die Psychiatrie fahren lies. Allerdings verstehe ich nun nicht, ob er somit zwangseingewiesen ist? Und sollte / kann ich ihn besuchen oder wäre das eher kontraproduktiv?

Antje Mitarbeiter antwortete vor 11 Monaten

Hallo Estelle
Es kann verschiedene Gründe haben, warum Ihr Vater mit dem Krankenwagen in die Psychiatrie gefahren wurde. Vermutlich ging es ihm körperlich sehr schlecht und er braucht medizinische Hilfe. Ich würde nicht gleich davon ausgehen, dass er zwangseingewiesen wurde. Letztendlich ist es jetzt am wichtigsten, dass er nun an einem Ort ist, wo er sich erholen und stabilisieren kann. Wenn er schon einmal 10 Jahre lang trocken war, stehen die Chancen nicht so schlecht, dass er es wieder schaffen kann. Dafür muss er es natürlich wollen und Hilfe annehmen. Wenn sie ihn besuchen möchten, würde ich dort in der Psychiatrie anrufen und fragen, wann dies am besten möglich ist. Vielleicht ist es momentan noch zu früh, aber später kann es ihn motivieren, wenn er spürt, dass seine Angehörigen hinter ihm stehen und ihn unterstützen. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vater von Herzen alles Gute!
Antje

Marco answered 9 Monaten ago

Guten Tag.
Mein Vater ist 74 Jahre alt und seit fast 35 Jahren alkoholiker. Es gab einen Unterbruch als er einen Herzinfarkt hatte. Da wurde er trocken gelegt. Bald darauf fing er mit Alkoholfreim Bier (0,5%Alk) wieder an zu trinken im Einverständnis mit dem Arzt. Er schlägt nicht, wird aber sonst imeim recht schnell Aresiv und es muss alles nach seinem Kopf gehen, sonst bockt er immer bis alle nachgeben. Meine Mutter leidet sehr darunter. Wie kann ich da helfen? Meine Geschwister nehmen das nicht so ernst. Als ich vor Jahren gesagt habe das er ein Alkoholiker ist kam es fast zum Streit mit dem Bruder. Ich finde das kann so nicht weiter gehen und muss jetzt der böse sein……..

Kathrin Mitarbeiter antwortete vor 9 Monaten

Guten Tag Marco, in Ihrer kurzen Nachricht lese ich gleich mehrere Probleme. Das eine ist die Aggressivität Ihres Vaters, unter welcher vor allem die Mutter leidet. Das andere ist, dass das Alkoholproblem Ihres Vaters anscheinend ein Tabu ist in der Familie, welches (bei Ihrem Bruder) Wut auslöst, wenn Sie versuchen, darüber zu sprechen. Da ich nicht so viel über die ganze Situation weiss (z.B. wie viel Ihr Vater trinkt, ob er vom alkoholfreien wieder auf alkoholhaltiges Bier umgestiegen ist, ob er vor allem in angetrunkenen Zustand aggressiv wird oder auch sonst), hätte ich jetzt zuerst einmal den Impuls, Ihre Mutter zu stärken. Mit ihr zu schauen, wo sie Unterstützung finden kann. Suchtberatungsstellen sind auch für Angehörige da und haben Erfahrung in der Beratung von Menschen jeden Alters. Es würde dort darum gehen, wie sie sich am besten schützen kann, wie sie sich Freiräume schaffen kann etc. Vielleicht entsteht sogar die Möglichkeit, Ihren Vater zu motivieren, etwas zu ändern. Wie ging es ihm, als er trocken war? Hat er auch Vorteile im Nichttrinken gesehen? Wie gesagt, ich finde es nicht ganz einfach, Ihnen eine konkrete Antwort zu geben, da mir nicht ganz klar ist, woher die Aggressivität kommt. Wichtig ist in jedem Fall, nicht mit Vorwürfen zu reagieren, sondern Sorge auszudrücken. Ich hoffe, dass diese Hinweise Sie etwas weiter bringen. Wenn Sie Ergänzungen haben, dürfen Sie sich gerne nochmals melden. Alles Gute!

Julien Scholz answered 4 Monaten ago

Guten Tag, 
 
Ich hoffe hier bekomme ich Hilfe die ich so sehr brauche zur Einleitung.
Mein Bruder 35 Jahre nimmt quasi seit seinen kindheitstagen Drogen und sehr viele verschiedene Medikamente zudem ist er massiv Alkohol abhängig teilweise 3 Flaschen vodka am Tag. 
Er war ca ein Zeitraum von 5 Jahren clean.seit 4 Jahren geht es steil bergab. Er hat knapp 17000 Euro verkoxst Ich habe ihn dann bei mir aufgenommen mit der Hoffnung das er sich ändert und er hat es immer wieder versprochen leider vergebens.
Zu seinen Problemen er ist massiver Alkoholiker drogenabhängig und Tablettenabhängig unter Drogen versteht sich 
Kiffen Koksen, speed, Heroin ( nicht spritzen)
Tabletten 
U.a Oxycodon tilidin und wirklich fast alle Tabletten die irregendeine Wirkung auf dem Körper haben. Er hat sogar mal eine Zeit fentanyl gezogen das ist ein pferdebetäubungsmittel.
Zudem ist er sehr aggressiv schlägt gegen Wände Boden schmeißt Sachen durch die Gegend und seit neusten wird er teilweise sogar handgreiflich und schlägt zu. Er ist brovokant zu allen ob Passanten Familie oder bei einer taufe sogar zum pastor. Mittlerweile hab ich den Verdacht das er unter Schizophrenie leidet 
Er hatte mehrere entzüge hinter sich den letzten gestern. Kam um 12 uhr raus und hat um 13 Uhr wieder getrunken und wieder Tabletten zu sich genommen Er hatte bereits mehrere krampfanfalle den letzten vor 2 Wochen daraufhin wurde er in ein Krankenhaus gebracht wo er dann eine entgiftung bekam.
 
Meine Frage jetzt kann ich mein Bruder zwangseinweisen lassen? Wir können alle nicht mehr er fängt an zu schlagen und wir haben alle Angst wo das enden wird weil man nie weiss was er jetzt macht.
 
Ich bitte daher dringend um Hilfe und eine schnelle Antwort 
Liebe grüße

Antje Mitarbeiter answered 4 Monaten ago

Hallo Julien
Die Geschichte Ihres Bruders ist wirklich sehr tragisch und ich kann Ihre Verzweiflung, Angst, Sorge, Hilflosigkeit und Überforderung sehr gut verstehen. Es tut weh, mitansehen zu müssen, wie ein Angehöriger sein Leben zerstört und ausserdem leidet die ganze Familie darunter mit. Durch die bisherigen Entzüge hat sich nichts geändert, vermutlich auch, weil es keine anschliessenden „Entwöhnungsbehandlungen“ (ca 3-6 Monate stationäre Therapie) gab? Ein Entzug allein ist oft nicht ausreichend, um von der Sucht loszukommen. Bei einer so schweren Abhängigkeit, wie sie bei Ihrem Bruder vorliegt, könnte ich mir vorstellen, dass er sogar bis zu einem Jahr eine „Auszeit“ bräuchte, so dass er sich wirklich stabilisieren kann. Vermutlich bräuchte er auch unterstützend Medikamente und psychiatrische Hilfe. Ist er denn selbst motiviert, von den Drogen und dem Alkohol weg zu kommen?
Nun zu Ihrer Frage, ob Sie Ihren Bruder zwangseinweisen lassen können. Ich würde Ihnen vorschlagen, sich mit der KESB (Kinder und Erwachsenen Schutz Behörde) in Verbindung zu setzen. Dort können Sie eine Gefährdungsmeldung machen. Sie wird prüfen, ob die Voraussetzungen für einen FU gegeben sind. Evtl. könnte sie auch einen längerfristigen Klinikaufenthalt anordnen. Sie können natürlich auch entscheiden, dass Ihr Bruder nicht mehr bei Ihnen wohnen kann, wenn er nicht wirklich bereit ist, eine längerfristige Therapie zu machen. Am besten wäre auch nach einer stationären Therapie eine Nachsorgeeinrichtung, wie z.B. eine therapeutisch begleitete WG. Um für sich selbst Entlastung zu erfahren, auch für andere Familienangehörige, die darunter sehr leiden, empfehle ich Ihnen, Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle in Anspruch zu nehmen. Suchtberarungsstellen sind auch für die Angehörigen da, um diese zu beraten und zu begleiten.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen und wünsche Ihnen und Ihrer Familie von Herzen alles Gute.

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