Präventionskampagne 2016 #ichauch

7 Juli 2016

Präventionskampagne 2016 Sujet Pascal klein ohne Satz aber mit Logo und Kampagnenshashtag

Blaues Kreuz startet Kampagne: Verständnis statt Mahnfinger

Alle trinken, aber niemand spricht darüber. Man kann am Montagmorgen problemlos erzählen, wieviel Liter Bier man am Wochenende getrunken hat. Allfällige Probleme und Nebenwirkungen sollte man aber besser für sich behalten. Diese sind noch immer stark tabuisiert. Und das obwohl Hunderttausende davon betroffen sind. In einer neuen Online- Kampagne nimmt das Blaue Kreuz dieses Tabu auf und bietet Betroffenen eine Plattform.

«Viele hatten schon negative Erlebnisse im Zusammenhang mit Alkohol, aber niemand redet darüber. Das Blaue Kreuz bricht dieses Tabu und bietet eine Plattform um diese Geschichten zu teilen. Betroffene sollen sehen, dass sie nicht alleine sind.», so Philipp Hadorn, Präsident des Blauen Kreuzes. Die Geschichten können über Facebook, Twitter oder Instagram gepostet werden. «Jeder soll sein Statement auf seine Art abgeben können, sei das als Text, Foto oder Video.», so Philipp Frei, Verantwortlicher für die Kampagne.
Dabei ist es egal, ob man selber betroffen oder Angehöriger ist. «Auch wenn vielleicht nicht direkt, ist fast jeder irgendwie betroffen; sei es durch einen Freund, Familienangehörige oder Bekannte – übermässiger Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit sind durch alle Bevölkerungsschichten präsent.»

EINBLICK GEBEN STATT MAHNFINGER ZEIGEN
Die Kampagne #ichauch gibt Einblick in die Schicksale von Betroffenen und deren Umfeld: Kinder, Partner, Freunde. Sie zeigt auf, was die Folgen von Alkoholmissbrauch sind und so Verständnis schaffen für die Herausforderungen und das Leiden von süchtigen Menschen. Deren Anliegen werden gerne vergessen, oft wird ihnen die Schuld für ihre Situation gegeben. Die Geschichten auf #ichauch zeigen ein anderes Bild. «Kein Mensch entscheidet sich dafür, alkoholkrank zu werden. Dahinter stecken tragische Schicksale – und es könnte jeden treffen.», so Frei. Den Mahnfinger zu erheben bringe also wenig, man müsse den Betroffenen mit Verständnis und konkreten Hilfestellungen begegnen.

ERSTE GESCHICHTEN ONLINE
Die Kampagne startet am Donnerstag, 8. Juli 2016 und erste Geschichten sind unter ich-auch.info bereits online. Neben diversen Texten auch Filme, die Geschichten aus den Beratungen des Blauen Kreuzes anonymisiert aufnehmen. Darunter befindet sich auch der Film von Claudia. Er gehört zu einer dreiteiligen Miniserie, in der Claudia ihre ganz persönliche Geschichte erzählt. «Claudia beweist viel Mut ihre Geschichte so zu teilen. Es wäre schön, wenn viele ihrem Beispiel folgen.», ergänzt Philipp Frei.

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