Ratgeber Gesundheit: Neun unbequeme Fakten zu Alkohol und Sport

21 Juli 2020

Dass Alkohol und Sport sich widersprechen, liegt auf der Hand – nicht nur, wenn man mit Kater trainiert. Mögliche Folgen: Fettabbau und Muskelaufbau werden blockiert, die Leistung fällt ab.

Viele Sportler sind sich schon lange bewusst, dass Alkohol und ein gesunder Lebensstil sich widersprechen, und verzichten aus Gründen der sportlichen Performance auf Alkohol. Gleichzeitig wird man beinahe täglich mit alkoholischen Getränken konfrontiert. Da vielen gar nicht bewusst ist, was Alkohol eigentlich anrichten kann – auch langfristig –, stellen wir im Folgenden kurz und knapp die wichtigsten Fakten zum Thema Alkohol und Training vor.

Erhöhung des Stresslevels

Alkohol lässt den Spiegel des Stresshormons Cortisol steigen. Zum einen ist man daher gereizter und schlechter gelaunt, zum anderen sorgt Cortisol als Gegenspieler des Testosterons (dessen Spiegel sinkt) für Muskelabbau und hemmt den Abbau von Fettgewebe.

Weniger Wachstumshormone

Alkohol hemmt die Ausschüttung von Wachstumshormonen, welche eminent wichtig für Regeneration, Fettabbau und Muskelaufbau sind. Ohne Wachstumshormone gibt es keinen Trainingserfolg und keinen Fortschritt!

Schlechter Schlaf

Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf den Schlaf aus, der überaus wichtig für die Regeneration ist. Ohne qualitativ hochwertigen Schlaf keine Performance, kein Fettabbau, kein Muskelaufbau!

Hemmung der Nährstoffaufnahme

Alkohol liefert 7,1 Kilokalorien Energie pro Gramm und könnte daher zu den Makro-Nährstoffen gezählt werden. Das Problem jedoch ist: Die Energie muss sofort verwertet werden, der Körper kann sie nur sehr schlecht speichern und umbauen. Das wiederum bedeutet, dass die Verbrennung der Kalorien aus anderen Nährstoffen in dieser Zeit auf Eis gelegt wird und dass diese stattdessen fast sofort als Fett gespeichert werden. Auch die Aufnahme von Vitalstoffen wird gehemmt, wenn Alkohol sich im Stoffwechsel befindet. Die Wirkung einer gesunden Ernährung wird so durch Alkohol zunichte gemacht.

Dickmacher Alkohol

Wenn von Alkoholkalorien die Rede ist, reden wir von reinem Alkohol, der nicht so getrunken wird, sondern sich z. B. in Bier, Wein oder Cocktails befindet. Und diese Getränke enthalten alle jede Menge Zucker, der direkt als Energie in den Fettzellen gespeichert wird, da der Körper ja damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen. Nicht zu vergessen ist, dass vor, während oder nach dem Alkoholkonsum meist sehr deftig und ausgiebig gegessen wird (vor allem, da Alkohol den Appetit steigert), sodass diese Energie ebenfalls in den Körperfettspeichern eingelagert wird.

Dehydrierung

Alkohol dehydriert in sehr starkem Masse, was aus den verschiedensten Gründen schon gefährlich genug ist. Ausserdem werden Stoffwechselprozesse noch ineffizienter und langsamer, da dem Körper Wasser als Grundlage für chemische Reaktionen fehlt. Fehlübertragung von Nervenreizen Trainieren nach Alkoholkonsum – auch am nächsten Tag – kann besonders fatal sein! Einerseits kann der Körper stoffwechselbedingt den Trainingsreiz kaum verarbeiten, anderseits fehlen ihm aufgrund der dehydrierenden Wirkung wichtige Mineralstoffe, sodass die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur herabgesetzt ist. Schlimmer noch: Es kann zu Krämpfen, Verletzungen und ernst- haften Muskelentzündungen kommen.

Schwächung des Immunsystems

Alkohol schwächt aus den oben genannten und vielen weiteren Gründen das Immunsystem!

Auch kleine Mengen sind schädlich

Es geht nicht nur um die Zeit rund ums Training – unmittelbar davor oder danach zu trinken, ist absolut kontraproduktiv. Selbst kleine Mengen machen die Wirkung des Trainings zunichte. Alkohol greift so massiv in die obgenannten Systeme ein, dass sich die Folgen auch langfristig bemerkbar machen.

Fazit

Hormonhaushalt und Stoffwechsel und somit eigentlich alle Prozesse im Körper werden massiv durcheinandergebracht. Darunter leiden Schlaf, Regeneration, Fettabbau und Muskelwachstum gleichermassen. Man überlege sich also genau, was einem sein Körper und die hart erzielte Arbeit wert ist, bevor man zum Glas greift. Wer trotzdem meint, nicht auf Alkohol verzichten zu können, sollte den Konsum möglichst stark einschränken, energieärmere Sorten wählen und dringend darauf achten, dass Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt ausgeglichen bleiben, indem mindestens genauso viel Wasser getrunken wird. Immer wieder gibt es Gerüchte und neue Erkenntnisse über die angeblich gesundheitsfördernde Wirkung von Alkohol: Dass Weissbier beispielsweise isotonische Eigenschaften hat oder Rotwein gut für die Herzgesundheit sein soll. Zwar gibt es Studien, die bestätigen, dass Alkohol (in Massen genossen) gut für die Gesundheit ist. Häufig ist jedoch nicht ganz klar, ob die Wirkung auf den Alkohol an sich oder einen hohen Gehalt an anderen Inhaltsstoffen wie Flavonoiden oder Mineralstoffen zurückzuführen ist. Auf jeden Fall sei von Alkohol in jeglicher Form abgeraten. Alle Vitalstoffe findet man zu Genüge in anderen Lebensmitteln und Getränken. Anregungen für leckere Getränke und Shakes ohne Alkohol finden Sie auf www.freeletics.com/de/nutrition.

Dieser Text ist der Website www.freeletics.com/de/ blog/posts/neun-unbequeme-fakten-uber-alkohol- und-sport entnommen. Abdruck mit freundlicher Ge- nehmigung von Freeletics GmbH, München.

Quelle: Blaues Kreuz 4/2020







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