Alkohol und häusliche Gewalt

Alkohol und häusliche Gewalt treten of zusammen auf. Aber es fehlt in der Schweiz an spezialisierten Beratungsstellen für diese Dualproblematik. Die Studie „Gewalt in der Partnerschaft und Alkohol“ hat aufgezeigt, dass zurzeit nur eine spärliche Zusammenarbeit zwischen den Feldern Opfer-, Gewalt- und Suchtberatung vorhanden ist. Das Blaue Kreuz ist jedoch überzeugt, dass aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten nur wenig Aufwand investiert werden müsste, um dies zu ändern. Davon profitieren nicht nur betroffene Familien, sondern auch Beratende selbst. Um die Beratungsqualität für Betroffene zu verbessern engagiert sich das Blaue Kreuz in der Weiterbildung und Vernetzung von Fachpersonen, die in diesem Themenfeld arbeiten. Dazu bieten wir drei Angebote:

1. Ein praxisorientiertes Handbuch für die Opfer-, Gewalt- und Suchtberatung

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Das Handbuch ist eine Adaption des Stella Project Toolkits (2007), das aus jahrelanger Erfahrung im Umgang mit der Dualproblematik „Substanzmissbrauch und häusliche Gewalt“ entstand. Es ist entwickelt für die Opfer-, Gewalt- und Suchtberatung und bietet:

  • Hilfestellung für Beratende, um die Sicherheit der Opfer von häuslicher Gewalt zu erhöhen.
  • Fachwissen für Beratende, um Suchtbetroffenen als Opfer wie auch als Ausübende von häuslicher Gewalt individuelle Unterstützungsangebote zu unterbreiten.
  • Sicherheit und Kompetenz in der Gesprächsführung und Beratung der Ratsuchenden, die auf unterschiedliche Arten von einer Dualproblematik betroffen sind.
  • Empfehlungen zur interdisziplinären Zusammenarbeit und möglicher Kooperationsformen.
  • Praktische und adaptierbare Vorlagen zur Entwicklung einer institutionellen Leitlinie zum Umgang mit der Dualproblematik „Substanzproblematik und häusliche Gewalt“.

Das Buch „Alkohol und häusliche Gewalt – Handbuch für die Beratungspraxis“ ist im Blaukreuzverlag für 48 Franken (zzgl. Versandkosten) erhältlich.

2. Team-Weiterbildungsangebote zum Thema Dualproblematik in der Beratung.

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Das Blaue Kreuz Schweiz bietet Team-Weiterbildungen für die Fachbereiche Opfer-, Sucht- und Gewaltberatung. Für andere Disziplinen wie die Jugendarbeit, Gesundheits- oder Sicherheitsberufe können nach Absprache ebenfalls Schulungen angeboten werden. Diese lehnen sich an das oben vorgestellte Handbuch und somit an die Erfahrungswerte des Stella Projects an.

Mögliche Inhalte sind:

  • Wissenschaftliche Grundlagen zur Dualproblematik.
  • Fragetechniken und Risikoeinschätzung.
  • Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
  • Varianten der interdisziplinären Zusammenarbeit. juristische Aspekte

Die Dauer der Weiterbildungen kann je nach Bedarf angepasst werden. Kennt ein Beratungsteam die Inhalte des Handbuches bereits, wird ein Workshop mit Praxisbeispielen zum Transfer in den Berufsalltag angeboten. Bisherige Weiterbildungen dauerten einen ganzen Tag und stiessen auf sehr gute Resonanz.

3. Leitfaden zur Entwicklung von institutionellen Leitlinien

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Leitlinien regeln die Abläufe und Vorgehensweise, wenn ratsuchende Personen in irgendeiner Form von einer Dualproblematik betroffen sind. Die Komplexität und Emotionalität dieser Thematik führen oft zu einer höheren Belastung für Beratende. Klare Regelungen können entlasten und schonen die Ressourcen. Das Blaue Kreuz Schweiz bietet Begleitung in der Entwicklung von institutionellen Leitlinien im Umgang mit der und hat eine Checkliste zur Entwicklung von institutionellen Leitlinien erarbeitet. Nähere Informationen sind auch im Handbuch „Alkohol und häusliche Gewalt – Handbuch für die Beratungspraxis“ zu finden.
Der Fachverband Sucht engagiert sich  ebenfalls in diesem Bereich. Erstes Ergebnis ist eine Liste mit erfolgreichen Projekten, die als Inspiration für die eigene Arbeit dienen kann. Die Ergebnisse sind hier einsehbar.

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