Wissen über Alkohol

Alkohol ist in unseren Breitengraden ein Kulturgut und wird seit Menschengedenken als Nahrungs-, Heil-, Genuss- und Rauschmittel gebraucht.
Die Substanz, die allen alkoholischen Getränken zugrunde liegt, wird als Ethylalkohol (Ethanol, C2H5OH) bezeichnet. Ethanol ist eine farblose, brennend schmeckende Flüssigkeit, welche bei der Vergärung von Früchten, Getreide oder Kartoffeln entsteht.

Durch Destillation kann der Alkoholgehalt zusätzlich erhöht werden. Bei der Produktion von Alkohol können andere, hochgiftige Begleitstoffe entstehen. Neben dem Trinkalkohol wird Alkohol z.B. auch in der Industrie zur Herstellung von Farbstoffen oder Arzneimitteln verwendet.

Wie viel ist zu viel?

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Die Grenzen vom Genuss zur Sucht sind fliessend.

Von problematischem Konsum spricht man, wenn „durch das Konsumieren von Alkohol die eigene Gesundheit oder diejenige anderer Personen erheblich gefährdet wird und entsprechende Schäden in Kauf genommen oder verursacht werden. Als problematisch gilt auch der Alkoholkonsum von Personen, die – wie Kinder oder kranke Menschen – grundsätzlich auf Alkohol verzichten sollten“ (** gemäss BAG).

Folgende drei Konsummuster werden beim problematischen Konsum unterschieden:

  • Episodisch hoher Konsum (auch Rauschtrinken genannt): Konsum von 5 Standardgläsern oder mehr (Männer) bzw. 4 Standardgläsern oder mehr (Frauen) bei einer Gelegenheit.
  • Chronisch hoher Konsum: 4 Standardgläser oder mehr pro Tag bei Männern bzw. 2 Standardgläser oder mehr bei Frauen.
  • Situationsunangepasster Konsum: zum Beispiel am Arbeitsplatz, im Strassenverkehr, während der Schwangerschaft, beim Sport, bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten etc.

** Nationales Programm Alkohol 2008 – 2012. BAG. Schweizerische Eidgenossenschaft

* unter Standardglas versteht man 2.5dl Bier, 1dl Wein oder 2cl Schnaps. Dies entspricht der Menge, welche im Normalfall in Gastgewerbe ausgeschenkt wird.

Alkohol und Familie

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Sucht trifft nie nur die abhängige Person allein. Sucht zieht das gesamte Umfeld in Mitleidenschaft, am direktesten die Familie. Deshalb sind Beratungsstellen auch für Angehörige da! Reden Sie mit uns, denn reden entlastet. Wir beraten Sie im Umgang mit alkoholabhängigen Personen und helfen Ihnen, sich selber in der schwierigen Situation nicht zu vergessen.

Warum sind Gespräche mit Fachpersonen wichtig, um die Situation mit einem alkoholabhängigen Partner/einer alkoholabhängigen Partnerin zu bewältigen? Angehörige suchtkranker Menschen entwickeln aus Liebe oder Angst oft Verhaltensweisen, die der betroffenen Person zwar kurzfristig helfen, längerfristig gesehen jedoch positive Veränderungen eher behindern. Folgende Entwicklungen sind typisch:

  • Suchtkranke ziehen sich mehr und mehr zurück und werden passiv.
  • Angehörige übernehmen automatisch mehr Verantwortung. Sie versuchen die Folgen des Trinkens wie z.B. unzuverlässiges, verletzendes, finanziell schädigendes Verhalten auszugleichen oder nach aussen zu entschuldigen.
  • Alkoholabhängige bekommen die Konsequenzen ihres Verhaltens über lange Zeit nicht zu spüren und können sich vormachen, es laufe alles bestens. Sie sehen damit keinen Anlass, etwas an ihrer Situation zu ändern.
  • Die Angehörigen kommen an die Grenzen ihrer Kraft und geben sich dabei völlig auf, während der Suchtkranke immer tiefer in die Abhängigkeit rutscht und sich noch mehr zurückzieht.

Um aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen ist es wichtig, sich ausserhalb der Familie Unterstützen holen, zum Beispiel bei einer Fachstelle.

Hier finden sie die Adressen unserer Beratungs- und Fachstellen

Alkohol und Schwangerschaft

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Alkoholkonsum und Schwangerschaft – verträgt sich das? Welche Risiken bestehen für das ungeborene Baby? Und wie sieht’s während der Stillzeit aus mit Alkoholkonsum?

Im Dokument „Alkohol und Schwangerschaft“ finden Sie entsprechende Informationen.


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